Sonntag, 19. November 2017


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Selfapy erhält Millionenfinanzierung

Berlin, (lifePR) - Die IBB Beteiligungsgesellschaft, der High-Tech Gründerfonds (HTGF), und branchenerfahrene  Business Angel investierten im Juli einen Millionenbetrag in das Berliner Startup Selfapy. Das Online-Therapieportal ermöglicht Menschen mit psychischen Erkrankungen ohne Wartezeit professionelle Hilfe zu bekommen. Auf diese Weise  erhalten Betroffene  unmittelbaren Zugang zu klinisch validierter Unterstützung und die Themen Depressionen, Burn-Out und Angst werden in die Mitte der Gesellschaft gerückt. „Die Finanzierung ermöglicht uns, noch mehr Menschen mit psychischen Erkrankungen zu helfen. Außerdem möchten wir durch verstärktes Arbeiten mit den Krankenkassen erreichen, dass in Zukunft die Kosten aller Kurse  für alle Betroffenen erstattet werden“, erklärt Nora Blum, CEO & Gründerin von Selfapy. Mit der Erstattungsfähigkeit der Stresskurse im April 2017, hatte Selfapy bereits einen wichtigen Meilenstein erreicht.

Schnell, anonym und flexibel sind die Kurse des Berliner Startups Selfapy. Denn wer unter einer Depression oder Angststörung leidet, braucht sofort Hilfe. Auch der Erstkontakt ist niedrigschwellig: Wer sich selbst eine Erkrankung eingesteht oder sich um einen geliebten Menschen sorgt, kann sofort und unkompliziert in wenigen Minuten ein Onlineformular ausfüllen und ein persönliches Gespräch vereinbaren – entweder am Telefon oder auch via Chat. „Eine psychische Krankheit unterscheidet sich nicht von physischen Leiden. Betroffene benötigen professionelle Hilfe. Dass Menschen mit Depressionen, Essstörungen und Burn-Out in unserer Gesellschaft auf Grund der langen Wartezeiten allein gelassen werden, ist ein großes Problem“, so COO und Gründerin Kati Bermbach, die während ihrer Forschungstätigkeit an der Charité die  schwierige Versorgungssituation hautnah erlebte.

Gemäß BPtK-Studie zu Wartezeiten in der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung warten in Deutschland Menschen mit psychischen Erkrankungen im Durchschnitt drei bis sechs Monate auf einen Therapieplatz. Bei Selfapy können Betroffene sofort mit der Behandlung beginnen. Die 9-wöchigen-Kurse werden online bearbeitet. Ein persönlicher Psychologe begleitet den Nutzer während des gesamten Prozesses mit wöchentlichen Telefon- oder Chatgesprächen.

Für Ute Mercker, Investment Director bei der IBB Beteiligungsgesellschaft ist insbesondere der einfache und schnelle Zugang in Kombination mit der professionellen Begleitung ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Selfapy Konzeptes. „Selfapy verbindet validierte klinische Expertise mit der Reichweite des Internets und löst so ein wachsendes gesellschaftliches Problem. Die Gründerinnen haben im ersten Geschäftsjahr wichtige Meilensteine erreicht und wir freuen uns, sie in der Zukunft zu begleiten.“

„Das große Interesse erster Kostenträger untermauert das Potential von Selfapy, die Situation vieler Betroffener zu verbessern. Wir sind überzeugt, dass das Team nun auch weitere Partner gewinnen wird, um ihr spezielles Angebot als ein von allen Akteuren akzeptierten Bestandteil auch flächendeckend im Versorgungssystem zu etablieren“, ergänzt Niklas Raberg, Investment Manager beim High-Tech Gründerfonds.

Das Angebot, welches Anfang 2016 mit einem Kurs gegen Depressionen startete, wurde mittlerweile um Kurse gegen Angst, Stress und Essstörungen erweitert. Rund 2.000 Betroffene konnten seitdem therapiert werden. Dass Selfapy wirklich hilft, zeigt eine Studie des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Die Forscher fanden eine signifikante Symptomreduktion bei Nutzern, die den psychologisch begleiteten Depressionskurs absolvierten.

Bereits im Juni 2016 erhielt das Startup aus Berlin hierfür eine erste Finanzierung. Das neue Investment, bei dem auch bestehende Investoren sich erneut beteiligten, soll unter anderem genutzt werden, um den Prozess mit den Krankenkassen weiter voranzutreiben. „Die Finanzierung wollen wir u.a. für den Vertrieb im B2B-Markt und die Entwicklung einer begleitenden App einsetzen”, erklärt  Farina Schurzfeld, CMO und dritte Gründerin.

Über die Selfapy GmbH

Das Online-Therapieportal Selfapy wurde 2016 von Katrin Bermbach, Nora Blum und Farina Schurzfeld gegründet und hat sich als Ziel gesetzt, die Versorgungssituation für psychisch erkrankte Menschen in Deutschland zu verbessern. In psychologisch begleiteten Selbsthilfekursen lernen Betroffene in 9 Wochen ihr Wohlbefinden zu steigern und gegen Depressionen, Angst, Stress oder Essstörungen anzukämpfen.

Über den High-Tech Gründerfonds

Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) ist Deutschlands aktivster Frühphaseninvestor. Mit einem Volumen von rund 820 Mio. EUR in drei Fonds finanzieren wir junge innovative Technologie Startups und unterstützten sie aktiv bei der Umsetzung ihrer Geschäftsidee. Thematisch sind wir breit aufgestellt. Unsere drei Investmentteams fokussieren sich auf hardwarenahe Ingenieurwissenschaften, Life Science, Chemie und Material Science sowie Software, Media Internet. Unsere Investoren der Public-Private-Partnership sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die KfW sowie namhafte Wirtschaftsunternehmen.

IBB Beteiligungsgesellschaft mbH

Die IBB Beteiligungsgesellschaft (www.ibb-bet.de) stellt innovativen Berliner Unternehmen Venture Capital zur Verfügung und hat sich am Standort Berlin als Marktführer im Bereich Early Stage Finanzierungen etabliert. Die Mittel werden vorrangig für die Entwicklung und Markteinführung innovativer Produkte oder Dienstleistungen sowie für Geschäftskonzepte der Kreativwirtschaft eingesetzt. Seit März 2015 befinden sich zwei von der IBB Beteiligungsgesellschaft verwaltete Fonds in der Investitionsphase, der VC Fonds Technologie Berlin II mit einem Fondsvolumen von 60 Mio. EUR und der VC Fonds Kreativwirtschaft Berlin II mit einem Fondsvolumen von 40 Mio. EUR. Beide VC Fonds sind finanziert durch Mittel der Investitionsbank Berlin (IBB) und des europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), verwaltet vom Land Berlin. Seit 1997 hat die IBB Beteiligungsgesellschaft Berliner Kreativ- und Technologieunternehmen in Konsortien mit Partnern über 1,25 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt, wovon die IBB Beteiligungsgesellschaft 173 Mio. Euro als Lead-, Co-Lead oder Co-Investor investiert hat.

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