Samstag, 26. Mai 2018


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stern TV - "Wieso bemerkt Herr Schäuble das nicht?" Multimillionär prangert live bei stern TV Ungerechtigkeiten des deutschen Steuersystems an

Köln, (lifePR) - „Meine These ist, dass es in Deutschland möglich ist, dass die Einkommensmillionäre weitestgehend ihren Steuersatz selbst bestimmen.“ Live bei stern TV hat der Unternehmer und Multimillionär Josef Rick das deutsche Steuersystem scharf kritisiert. Dass Unternehmen mit Millionenumsatz Steuerprivilegien für sich nutzen könnten und dies von der Politik gebilligt würde, kann der 61-Jährige nicht nachvollziehen: „Wieso bemerkt Herr Schäuble das nicht? Wieso thematisieren wir das nicht?“

Eine Lösung für die angesprochene Schieflage sieht Rick in der Entlastung niedriger Einkommen: „Man könnte die berühmte Krankenschwester, den Busfahrer und den Polizisten ganz weitgehend von der Einkommenssteuer befreien, indem man ein faires Besteuerungssystem für die Wohlhabenden entwickeln würde – mit vernünftigen Steuersätzen und einer breiten Bemessungsgrundlage“, so Rick.

Der 61-Jährige, der selbst mehr als 30 Millionen Euro auf der hohen Kante hat, gewährte stern TV Einblicke in seine Finanzen – und hat so gezeigt, wie er es schafft, seine Steuerlast trotz des hohen Einkommens auf ein Minimum zu drücken: „Ich zahle in den letzten Jahren etwa 30 Prozent Steuern. Aber ich habe kein gutes Gefühl dabei“, sagte Rick bei stern TV. Denn: „Es kann nicht sein, dass die größten Leistungsträger sich den Vorgaben des Staates entziehen können. Das ist, glaube ich, niemandem vermittelbar.“

Den Einwand, Wohlhabende könnten Deutschland bei höheren Steuersätzen verlassen, lässt Rick nicht gelten: „Da hätte ich gerne mehr Kreativität in unserer Regierung. Die Amerikaner machen das anders: Wer den amerikanischen Pass hat, der zahlt immer in den USA.“

Sein Unverständnis äußerte Rick aber auch darüber, dass „die Bevölkerung das hinnimmt und dass da keine Revolution ausbricht.“ Diese Steuerungerechtigkeit „müsste für viel Wut und Zorn in der Bevölkerung führen. Tut es aber nicht.“

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