Montag, 25. September 2017


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Helke Misselwitz zum 70. Geburtstag

Potsdam, (lifePR) - In ihrem preisgekrönten Film „Winter adé“ erzählen Frauen offen von ihren Sehnsüchten und Befindlichkeiten. Diese Freimütigkeit war im Jahr 1988 eine Sensation. Bis heute gilt der Film als eine der wichtigsten Dokumentationen über Frauen der DDR. Offen geht Helke Misselwitz auf Menschen und Themen zu, tolerant und mit ehrlichem Interesse. Sie entdeckt das Außergewöhnliche im Alltäglichen und findet so ihre Geschichten. Dabei gilt ihr besonderes Augenmerk dem „Nicht-Beachteten“: Menschen am Rande der Gesellschaft, verborgenen Sehnsüchten, der Authentizität und Wahrhaftigkeit jenseits des Offensichtlichen. Viele eindrucksvolle Filme sind auf diese Weise entstanden, bewegende fiktionale und dokumentarische Porträts von Menschen aber auch von Orten, die das Spektrum des Lebens sensibel und doch unsentimental, differenziert und ungefiltert offenbaren. Nicht umsonst gehört Helke Misselwitz zu den wichtigsten Filmschaffenden der letzten DEFA-Generation, ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg und hat einen eigenen Stern auf dem „Boulevard der Stars“ am Potsdamer Platz. Fast eben so lang wie ihr Werkverzeichnis ist auch die Liste ihrer Auszeichnungen und Preise, darunter der Verdienstorden des Landes Berlin (2009).

"Es macht Spaß, sich mit Helke zu verbünden, weil dabei die überraschendsten Dinge entstehen. In strittigen Fragen bleibt sie kompromisslos und findet dennoch beglückende Lösungen im Wissen um die Kraft der gemeinsamen künstlerischen Sprache von Kamera und Regie," so Professor Peter Badel über seine langjährige Kollegin an der Filmuniversität (ehemals HFF). Denn neben ihrer Filmkarriere entschied sich Helke Misselwitz dafür, junge Menschen auszubilden. Von 1997 bis 2014 gab sie als Professorin für Regie ihren Erfahrungsschatz weiter und engagierte sich für unkonventionelle studentische Projekte. Stets ermutigte sie ihre Studierenden, ungewöhnliche Ideen anzugehen und neue Utopien zu schaffen. Wunderbare Filme sind in dieser Zeit entstanden. Einen Einblick gibt das Filmmuseum Potsdam am 27. August mit der Veranstaltung „HFF-Filme – betreut von Helke Misselwitz“. Sie bildet den Abschluss einer umfangreichen Werkschau der Regisseurin.

Die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF gratuliert ihr herzlich zum heutigen 70. Geburtstag.

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