Fünf Prozent mehr Ausgaben für die Jugendhilfe

2010 zahlte jeder Hesse 369 Euro

(lifePR) ( Wiesbaden, )
Im Jahr 2010 wurden von den verschiedenen Trägern der öffentlichen Jugendhilfe in Hessen netto rund 2,24 Milliarden Euro ausgegeben. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, erhöhten sich die Nettoausgaben gegenüber 2009 um 110,2 Millionen Euro oder gut fünf Prozent.

Rechnerisch war jeder Einwohner Hessens durch die Jugendhilfeausgaben mit 369 Euro belastet, 18 Euro mehr als ein Jahr zuvor. Dieser Betrag schwankte zwischen 220 Euro im Kreis Waldeck-Frankenberg und 641 Euro in Frankfurt am Main.

Die Bruttoausgaben stiegen 2010 ebenfalls um gut fünf Prozent auf knapp 2,45 Milliarden Euro. Sie setzten sich zusammen aus den Ausgaben für Einrichtungen (63 Prozent - im Wesentlichen für die Kindergärten) und den Ausgaben für die Einzel- und Gruppenhilfe (37 Prozent).

Gut 61 Prozent der Bruttoausgaben standen für die Tagesbetreuung von Kindern zur Verfügung; davon wurden knapp 98 Prozent von den Kindertageseinrichtungen und gut zwei Prozent für Tagespflegepersonen beansprucht. 27 Prozent der Bruttoausgaben wurden für die Hilfe zur Erziehung, Inobhutnahme und für die Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche ausgegeben. Gut sechs Prozent flossen in die Jugendarbeit. Die Jugendsozialarbeit, allgemeine Förderung der Familie, Unterbringung von Müttern und Vätern mit ihren Kindern sowie die Mitarbeiterfortbildung spielten mit jeweils unter 1 Prozent der Bruttoausgaben nur eine geringe Rolle. Sonstige Ausgaben machten knapp drei Prozent aus.

Den Bruttoausgaben standen Einnahmen von knapp 216 Millionen Euro gegenüber, wobei die Tageseinrichtungen für Kinder (z. B. Kindergartenbeiträge) mit 168 Millionen Euro den größten Teil verbuchten. Die Ausgaben für die Kindertageseinrichtungen wurden 2010 zu gut einem Zehntel durch Beiträge gedeckt.
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