Arbeitskreis "Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder" informiert

Revidierte Länderergebnisse zur Erwerbstätigkeit 1991 bis 2011 publiziert

(lifePR) ( Wiesbaden, )
Die Ergebnisse der revidierten Erwerbstätigenzahlen auf Länderebene wurden heute in einer Gemeinschaftsveröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder publiziert. Diese beinhaltet Angaben zur Struktur der Erwerbstätigkeit sowie weitere Erläuterungen zur Revision auf Landesebene. Die Gemeinschaftsveröffentlichung Reihe 1 Band 1 "Erwerbstätige in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland 1991 bis 2011" kann kostenlos auf der Homepage des Arbeitskreises unter www.ak-etr.de heruntergeladen werden.

Der Arbeitskreis "Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder" (AK ETR) legt mit der Veröffentlichung der vorläufigen revidierten Erwerbstätigenzahlen nach Bundesländern erstmals Ergebnisse auf der Grundlage der neuen Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008) für die Jahre 1991 bis 2011 vor. Die neue Gemeinschaftsveröffentlichung ergänzt die Ergebnisdarstellung für die Jahre 2008 bis 2011, die bereits im März 2012 erschien. Damit liegen für Zwecke der regionalen Arbeitsmarktbeobachtung Zeitreihen zur Erwerbstätigkeit auf Länderebene ab 1991 vor.

Hauptanlass der Revision 2011 war die Implementierung der neuen Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008). Die Ergebnisse der Erwerbstätigenrechnung wurden bisher nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige 2003 (WZ 2003) veröffentlicht. Die jetzt verwendete WZ 2008 berücksichtigt die neuen Ansätze und Vorgaben der europaweit rechtsverbindlichen Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft (NACE Rev. 2), die mit der Verordnung (EG) Nr. 1893/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 2006 (ABl. EG Nr. L 393) veröffentlicht wurde. In vielen Fachstatistiken wurde seit dem Berichtsjahr 2008 mit der neuen Klassifikation gearbeitet. In der regionalen Erwerbstätigenrechnung werden umfassende Basisstatistiken nach neuer Klassifikation als Ausgangsdaten benötigt. Diese fallen sukzessive an, sodass erst jetzt auf die neue Klassifikation umgestellt werden konnte.

Die neue Klassifikation der Wirtschaftszweige WZ 2008 weist erhebliche strukturelle Änderungen gegenüber der bisherigen WZ 2003 auf. So werden beispielsweise die Dienstleistungsbereiche stärker differenziert und das Verlagsgewerbe gehört nicht mehr zum Verarbeitenden Gewerbe, sondern zum neuen Abschnitt Information und Kommunikation. Über die reine Umstellung auf die WZ 2008 hinaus wurden bei der Revision 2011 die bisherigen Ergebnisse und Datengrundlagen der Berechnung der Erwerbstätigenzahlen überprüft, methodische Weiterentwicklungen vorgenommen und neue, bislang nicht verwendete statistische Informationen in die Berechnungen integriert. Z. B. wurden Ergebnisse aus der neuen Statistik zur kurzfristigen Beschäftigung der Bundesagentur für Arbeit und bzgl. der Erwerbstätigengruppe "Selbstständige und mithelfende Familienangehörige" Informationen der Strukturerhebung im Dienstleistungsbereich berücksichtigt. In den Abschnitten "Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden", in der "Wasserversorgung" und im "Verarbeitenden Gewerbe" wurde die Rechenmethode umgestellt. Ein Vergleich zwischen den Ergebnissen vor und nach Revision ist daher nur eingeschränkt möglich.
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