Freitag, 15. Dezember 2017


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"Meine Kinder sollen den Abiball erleben"

Wetzlarer Turn-Olympiasieger Fabian Hambüchen im hr3-Talk mit Bärbel Schäfer

Frankfurt am Main, (lifePR) - Fabian Hambüchen, Wetzlarer Turn-Olympiasieger, wechselt die Seiten. Bei den Olympischen Spielen 2018 und 2020 wird er als Kommentator und Reporter für einen Sportsender tätig sein. Im hr3-Talk mit Bärbel Schäfer verrät der 30-Jährige, welche Reporterfrage ihn als Aktiver zur Weißglut trieb. „Als Sportler hat man sich über dumme Fragen aufgeregt. Die blödeste Frage, etwa nach einem Misserfolg, war: Wie enttäuscht sind Sie denn? Als Reporter brauchst du aber nur dem Athleten ins Gesicht schauen und siehst, wie angefressen er ist.“

Abiball versus WM-Trainingslager

In hr3 verrät Hambüchen, der seine internationale Karriere nach den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016 beendet hat, was ihn in seiner entbehrungsreichen Laufbahn im Rückblick am meisten fehlt: „Der Abiball! Nach meiner letzten mündlichen Prüfung bin ich direkt ins Trainingslager nach Japan geflogen. In der Zeit war Zeugnisvergabe und Abiball. […] Ich bin drei, vier Monate später Weltmeister geworden.“ Das sei eine Entschädigung gewesen, der Abiball sei aber dennoch ein Meilenstein. „Wenn ich mal Kinder habe, dann würde ich schauen, dass sie ihn erleben“, erklärt er deshalb.

„Früher konnte ich meinen Cheat Day kaum erwarten“

Der frühe Erfolg ab 16 Jahren sei ihm nie zu Kopf gestiegen, mit Ausnahme einer Phase in der Schule. „Nach den Olympischen Spielen in Athen 2004 dachte ich, ich bin jemand und marschiere ganz geschmeidig durch. Ich dachte, ich bekomme die Punkte hinterher geworfen und habe dann einen auf den Deckel bekommen.“

Zu Eltern, die Kinder zum Sport bewegen, in dem sie gescheitert sind, sagt er: „Diese Eltern sollen sich mal den Stecker ziehen und mal locker lassen. Die Kinder müssen Spaß an dem Sport haben.“

Mit der Ernährung geht Hambüchen heute etwas entspannter um. Früher konnte er seinen sogenannten Cheat Day, der Tag an sich Sportler alle kulinarischen „Sünden“ gönnen, kaum erwarten. „Heute kann ich ihn jeden Tag haben, es ist gar nicht mehr so spannend. Wenn ich jetzt mal Lust auf ein Bier habe, dann trinke ich es einfach.“

Fabian Hambüchen veröffentlichte am 23. Oktober sein Buch „Den Absprung wagen“

Der Talk als Sendung und Podcast
Das gesamte Gespräch mit Fabian Hambüchen und Bärbel Schäfer ist am Sonntag, 29. Oktober, ab10 Uhr in hr3 zu hören und steht nach der Sendung unter www.hr3.de als Podcast zur Verfügung.

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