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Pressemitteilung BoxID: 207578 (Hessische Energiespar-Aktion - Institut Wohnen & Umwelt GmbH)
  • Hessische Energiespar-Aktion - Institut Wohnen & Umwelt GmbH
  • Konradinerallee 9
  • 65189 Wiesbaden
  • http://www.ttn-hessen.de
  • Ansprechpartner
  • Klaus Fey
  • +49 (69) 401486-22

Die "Hessische Energiespar-Aktion" informiert: Was ist eigentlich "Eisschanzenbildung"?

(lifePR) (Frankfurt/Main, ) "Kälte und Schneefall zeigen Schwächen im Wärmeschutz des Daches. Beim ersten Schneefall wird eine zu gering dimensionierte oder fehlende Wärmedämmung sichtbar, indem der Schnee in den beheizten Bereichen abtaut. Gefährlich ist eine Eiszapfenbildung an den Traufen, wenn darunter Gehwege verlaufen. Die Eiszapfen müssen dann aus Sicherheitsgründen vom Hausbesitzer entfernt werden", so Werner Eicke-Hennig, Leiter der "Hessischen Energiespar-Aktion".

Der erfahrene Schneeräumer weiß es aus Zeiten von Tauwetter: Schnee schmilzt von unten her. Auf dem Dach allein schon deshalb, weil er durch die Heizwärme von unten abgetaut wird, wenn die Dämmung ungenügend ist. Das Schmelzwasser rinnt Richtung Dachrinne und kann dort gefrieren, da der Dachüberstand ja kalt ist. Wird die Rinne dann durch Eis verstopft, läuft das Schmelzwasser langsam über und bildet Eiszapfen.

Bei flach geneigten Dächern kommt eine weitere Erscheinung hinzu: Durch das tags und nachts wechselnde Tauen und Gefrieren kann sich von der Dachrinne her eine sogenannte Eisschanze aufbauen. Sie verhindert den freien Abfluss des anfallenden Schmelzwassers, das besonders an winterlichen Sonnentagen anfällt. Es bildet sich ein Rückstau, der Wasser durch die Fälze des Deckmateriales in das Hausinnere drücken kann.

Kleinere Eiszapfen an Ziegelrändern und gefrorenes Schmelzwasser auf Ziegeln kann eine weitere Ursache haben: In jedem Haus bildet sich von unten nach oben ein Überdruck aus. Durch raumseitige Fugen und Ritzen im Dach, z.B. in Raumecken, um Dunstabzugsrohren, an Leibungen von Dachflächenfenstern usw, kann warmfeuchte Innenluft in den Dachaufbau gedrückt werden. Dort kühlt die Luft ab und sorgt für Feuchteschäden, Schimmelbefall oder sogar Schwammbefall. Kann die Innenluft das Dach sogar durchströmen, grübelt man über einzelne Vereisungsstellen außen auf der Dacheindeckung oder ähnliche Erscheinungen.

Noch bevor der Winter vorbei ist, verrät der Blick auf das Dach also einiges über die Bausubstanz. Sehr häufig sind Schwächen der Wärmedämmung oder ein innen undichter Dachaufbau die Ursachen von "eisigen" Erscheinungen am Dach. Das sollten Hauseigentümer von einem Meisterbetrieb des Dachdeckerhandwerks überprüfen lassen.

Den Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Hessen, Waldhäuser Weg 19, 35781 Weilburg, erreichen Sie unter Telefon 06471 / 37 93 65, Telefax 06471/37 93 30 oder über e-mal: info@hessendach.de

Bei der "Hessischen Energiespar-Aktion" gibt es die "Energiespar-Informationen Nr. 6 und Nr. 7" zur Dachdämmung und Dichtung im Dach. Sie sind herunterladbar unter www.energiesparaktion.de Hier findet man auch eine Liste hessischer Energieberater.

Die "Hessische Energiespar-Aktion" ist ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.