lifePR
Pressemitteilung BoxID: 206455 (Hessische Energiespar-Aktion - Institut Wohnen & Umwelt GmbH)
  • Hessische Energiespar-Aktion - Institut Wohnen & Umwelt GmbH
  • Konradinerallee 9
  • 65189 Wiesbaden
  • http://www.ttn-hessen.de
  • Ansprechpartner
  • Klaus Fey
  • +49 (69) 401486-22

Die "Hessische Energiespar-Aktion" informiert: Schneehöhe: ausreichend!

(lifePR) (Frankfurt/Main, ) Zu Weihnachten wünscht die "Hessische Energiespar-Aktion" Ihren Lesern ein fro-hes Fest. Das seit Jahrhunderten zum Klima gehörende "Weihnachtstauwetter" wird vielleicht noch kommen. Fiele es dieses Jahr aus, wäre dies übrigens kein Indiz für einen Klimawandel, denn es tritt nur in 7 von 10 Jahren auf. Seine Ursache hat es in feuchtwarmer Meeresluft, die vom Atlantik her vordringt. Solange das Weihnachtstauwetter auf sich warten lässt, erfreut uns derzeit eine wunderschöne Schneelandschaft bei Temperaturen um und unter dem Gefrierpunkt. Dieses Jahr als Ersatz für einen sehr kurzen Sommer. Sie erinnern sich: Da war die einmonatige Fußball-WM und dann wurde es abrupt Herbst. Geheizt hatten wir vorher noch bis in den Juni.

Ein wenig Trost für die lange Heizperiode und die kommende Heizkostenabrech-nung kann da eine technische Betrachtung über den Schnee bringen. Die Dämm-qualität von Schnee ist nicht zu verachten. Seine Wärmeleitfähigkeit liegt bei der von Dämmstoffen (0,05 W/(mK)). Jetzt erklärt sich vielleicht, warum in schneerei-chen Lagen die Dächer so flach geneigt sind? Ein Meter Schneeauflage bringt da schon einen Wärmeschutz, der als U-Wert ausgedrückt, bei sensationellen 0,048 W/(m²K) liegt. Natürlich nur, wenn die Statik des Daches das mitmacht. Allerdings schmilzt unser "Dämmpaket" von unten her und verdichtet sich selbsttätig. Außer-dem verdampft Schnee bei Sonnenbestrahlung direkt, ohne in die Flüssigphase zu wechseln (Sublimation). Die Schicht verliert auch damit ihre Dicke. Für den Geh-steig nützten ihnen solche Überlegungen nichts: Da muss in dieser Zeit häufig gefegt oder beim Gehen vorsichtig balanciert werden. Zu Eis verdichtet, hat der einstmalige Schnee seine Dämmfähigkeit verloren und liegt dämmtechnisch bei den Werten von Beton (2,3 W/(mK)). Und Eis ist kaum mehr wegzubringen vom Gehweg. Denken Sie beim Streuen auch an die Tiere. Hunde leiden sehr unter dem Streusalz in ihren Pfoten. Als echte Gruppentiere lassen sie sich diese Schwäche aber nicht anmerken.

Wer sich beim Wärmeschutz auf eine kurzzeitige Dach-Schneeauflage nicht ver-lassen will, der denkt über Energiesparmaßnahmen nach. Die hessischen Dachde-cker machen Ihnen gerne einen Kostenvoranschlag für eine Dachdämmung und informieren Sie über die richtige Dämmstärke, den Dämmstoff und die sinnvolle Anbringungstechnik für ihr Dach. Den Landesinnungsverband des Dachdecker-handwerks Hessen erreichen Sie unter 064 71 / 37 93 65.

Und wenn ihr Heizkessel jetzt unter Volllast stöhnt: Bei einem Defekt, der einen ja leider gerne unvorbereitet in den Weihnachtstagen trifft, bitte keine andere Technik mehr einbauen lassen, als einen Brennwertkessel, am Besten gleich zusammen mit einer Strom sparenden Umwälzpumpe. Das kostet nicht mehr Zeit beim Einbau und die leichten Mehrkosten bekommen sie in weniger als 10 Jahren durch die einge-sparten Heizkosten wieder zurück.

Aber ein solches Unglück wollen wir Ihnen zu Weihnachten nicht gewünscht haben. Werner Eicke-Hennig, Hessische Energiespar-Aktion

Weitere Informationen: Unter www.energiesparaktion.de gibt es 14 Energiesparin-formationen mit detaillierten Hinweisen zu den wichtigsten Energiespartechniken sowie eine Energieberaterliste.

Die "Hessische Energiespar-Aktion" ist ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.