Samstag, 23. Juni 2018


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Wörterbuch der Gegenwart #8 SPRACHE, mit Herta Müller und Marcel Beyer, Di 14.11.2017, 19h

Berlin, (lifePR) - Gespräch und Lesung
Wörterbuch der Gegenwart #8 SPRACHE
Dienstag, 14.11.2017, 19h
Mit Herta Müller und Marcel Beyer

Ist Sprache die letzte Freiheit der Unterdrückten und birgt sie die Möglichkeit des Widerstands? Oder ist sie vielmehr Ausdruck von Macht, die mit sprachlichen Mitteln der Bürokratie und durch Zuschreibungen, Anordnungen und Kategorisierungen Andersdenkende zum Verstummen bringt? Sprache vermag beides: Emanzipation und Handlungsfreiheit einerseits und subtile Machtausübung und Gewaltherrschaft andererseits. Im Wörterbuch der Gegenwart #8 sprechen die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller und der Georg-Büchner-Preisträger Marcel Beyer über literarische Facetten der Sprache und analysieren ihre Bedeutung in Zeiten politisch verhärteter Fronten.

Unter den Vorzeichen einer global aufflammenden Polarisierung in der Sprache fragen Herta Müller und Marcel Beyer nach Möglichkeiten literarischer Gegenentwürfe und den politischen Bedingungen sprachlicher Handlungsfähigkeit. Das Gespräch wird moderiert von der Literaturkritikerin und Autorin Verena Auffermann. Den Ausgangspunkt der dialogischen Auseinandersetzung bilden Gedichte von Oskar Pastior und Friederike Mayröcker, Textpassagen von Michel Leiris und Georges-Arthur Goldschmidt (im Dialog mit Hans-Jürgen Heinrichs) sowie Auszüge aus dem Werk der beiden Beitragenden.

Der Schriftsteller und Kurator Marcel Beyer lebt in Dresden. Er schreibt Gedichte, Romane, Essays und Libretti. Zuletzt erschienen der Gedichtband Graphit (2014), die Essaysammlung Sie nannten es Sprache (2016) und Das blindgeweinte Jahrhundert. Bild und Ton (2017). Herta Müller wurde in Nitzkydorf/Rumänien geboren und lebt seit 1987 als Schriftstellerin in Berlin. Ihr Erstlingswerk Niederungen erschien in zensierter Fassung 1982 in Rumänien und vollständig 1986 in Deutschland. Weitere Romane von ihr sind u.a. Herztier (1994) und Atemschaukel von 2009.

In der Reihe Wörterbuch der Gegenwart hinterfragen bis 2018 namhafte Vertreter*innen aus den Wissenschaften und den Künsten, aus Theorie und Praxis etablierte Bedeutungen von Begriffen und nehmen Aktualisierungen vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Expertise vor. Zu jedem Schlagwort des Wörterbuchs kommen verschiedene Positionen zu Wort. Eine Publikation wird die Stichworte und Beiträge der einzelnen Ausgaben zusammenführen. Sie erscheint 2018 zum Abschluss des Projekts „100 Jahre Gegenwart“.

Wörterbuch der Gegenwart findet im Rahmen von 100 Jahre Gegenwart statt. 100 Jahre Gegenwart wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Das Haus der Kulturen der Welt wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch das Auswärtige Amt gefördert.

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