FESTIWALLA 2014: NO Justice - NO Peace! Widerstand dem Krieg

Jugendtheaterfestival / 26.-29.11.2014 / Eröffnung Mittwoch, 26.11., 18h, Haus der Kulturen der Welt / Eintritt nach eigenem Ermessen 1-15€

(lifePR) ( Berlin, )
Wenn Deutschland Waffen in Krisengebiete exportiert und die Diskussion um Kampfdrohnen voll im Gange ist, über 100.000 Schüler_innen 2013 an Veranstaltungen der Bundeswehr an Schulen teilnahmen und flüchtende Menschen an Europas Grenzen sterben ist klar: Krieg ist nicht nur eine Sache von fernen Ländern oder einer vergangenen Zeit. Das von Jugendlichen organisierte Theaterfestival FESTIWALLA 2014 NO Justice - NO Peace! Widerstand dem Krieg. ist ein Aufruf zur künstlerischen Auseinandersetzung mit Krieg, Gewalt, individueller und gemeinschaftlicher Positionierung aus heutiger Perspektive. Das Festival des JugendtheaterBüros Berlin (JTB) findet zum vierten Mal vom 26. bis 29.11. am Haus der Kulturen der Welt statt und bietet Theaterstücke, Performances, Workshops, Konzert, Diskussionen und künstlerische Aktionen von Jugendlichen aus ganz Deutschland.

Viele Veranstaltungen zum Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs zeigen Krieg als etwas Vergangenes. FESTIWALLA 2014 sieht die Erinnerung als Anlass, eine eigene Konfliktforschung mit Hinblick auf aktuelle Kriege, Ursachen und Bedeutungsfragen zu betreiben. FESTIWALLA 2014 fragt: Was ist mit Drohnenterror aus dem Himmel und "ethnischer Säuberung" am Boden? Was ist mit dem kriegstrommelnden Medienchor, der Aufrüstung der Grenzen und dem Kampf gegen Flüchtlinge? Und was ist mit uns?

Mit solchen Fragen konfrontieren die jungen Theatermacher_innen beim FESTIWALLA 2014 aus der Perspektive von unten ihr Publikum. FESTIWALLA 2014 eröffnet am Mittwoch, den 26.11. ab 18h im Haus der Kulturen der Welt. Um 19h bildet die Eigenproduktion des JTB Gefahrengebiete den Auftakt zu einer vielstimmigen Auseinandersetzung mit Konflikten jenseits musealer Gedächtnispflege.

Insgesamt sind dreizehn Stücke von verschiedenen Jugendtheaterproduktionen zu sehen. Die Falafels aus Berlin zeigen in Ich_du_Jugend_Anne_Frank eine Begegnung junger deutscher Muslime mit dem Tagebuch der Anne Frank. Mit Brandmale zeigt das spinaTheater aus Solingen, welche Spuren Menschen hinterlassen - von blühenden Landschaften bis hin zu flammender Verwüstung. In Letters Home erarbeiten Flüchtlinge aus der Erstaufnahmeeinrichtung aus der Motardstraße in Berlin gemeinsam mit dem Refugee Club Impulse, der Schlesischen27 und dem JTB geschriebene, fotografierte, gedrehte und gespielte "Briefe nach Hause", in denen sie von ihrer Wahrnehmung der Stadt Berlin erzählen.

Am Samstag wird die erste Ausgabe des KulTür auf!-Magazins präsentiert. Anschließend findet die öffentliche KulTür auf!-Ratssitzung mit dem Bündnis Kritischer Kulturpraktiker_innen statt. Workshops wie KRIEG DEN PALÄSTEN..., Walla, WAS Frieden...?! und die BLOCKparty gegen Gentrifizierung bieten über die gesamte Festivalzeit Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit Themen wie Rassismus in Deutschland, struktureller Gewalt und Machtzusammenhängen sowie verschiedenen künstlerischen Widerstandsformen. In einem performativen Workshop werden von den Teilnehmenden die GAZA-Monologe erarbeitet und am Freitag präsentiert. Außerdem geben der politische Rapper Kaveh und weitere Musiker_innen am Freitagabend das Konzert Kontra Krieg.

Das ausführliche Programm gibt es unter hkw.de/festiwalla und festiwalla.de

FESTIWALLA ist eine Veranstaltung des JugendtheaterBüro Berlin mit Unterstützung vom Haus der Kulturen der Welt.
Das Haus der Kulturen der Welt wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch das Auswärtige Amt gefördert.
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