Samstag, 23. September 2017


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Kalte Heimat?

Eine Podiumsdiskussion über das Ausgegrenztsein

Stuttgart, (lifePR) - Ablehnung nach dramatischer Flucht und Vertreibung: Auf diese Haltung stießen viele Heimatvertriebene und Flüchtlinge bei ihrer Ankunft im Westen 1945. Das stellt zumindest der Historiker Andreas Kossert in seinem 2008 erschienenen Buch »Kalte Heimat« fest. Das Haus der Geschichte diskutiert in einem Podiumsgespräch diese umstrittene These.

Wurden die rund 12 Millionen Menschen aus den Vertreibungsgebieten tatsächlich von ihren deutschen Landsleuten nicht aufgenommen, sondern geradezu ausgegrenzt? Waren die Bundesrepublik und ebenso die DDR für die Neuankömmlinge wirklich eine »kalte Heimat«? Über diese Frage diskutieren Dr. Andreas Kossert (Berlin), die Autorin Hilke Lorenz (Stuttgart) und der renommierte Historiker Prof. Dr. Eckart Conze (Marburg) am Donnerstag, 29. April 2010, im Otto-Borst-Saal des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg. Andreas Kossert, seit Januar 2010 wissenschaftlicher Referent bei der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, hat mit seiner umstrittenen These unter Historikern für Streit gesorgt. Hilke Lorenz geht zwar nicht so weit wie Kossert, die Publizistin erkennt in ihrem Buch »Heimat aus dem Koffer« ein großes Desinteresse der Alteingesessenen an den Verlustgeschichten der neuen Nachbarn. Eckart Conze gilt als einer der besten Kenner der bundesrepublikanischen Geschichte. Moderiert wird das Gespräch von Prof. Dr. Reinhard Johler, Leiter des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde in Tübingen.

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