Sonntag, 28. Mai 2017


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16. Laupheimer Gespräche zur "dritten Generation"

(lifePR) (Laupheim, ) Den Kriegsenkeln widmen sich die Laupheimer Gespräche des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg und der Stadt Laupheim am Donnerstag, 11. Juni 2015, ab 10 Uhr. Der Eintritt zu der Tagung im Kulturhaus Schloss Großlaupheim ist frei.

Die sogenannte dritte Generation hat zwar NS-Regime, Verfolgung, Bombennächte und Flucht nicht selbst erlebt. Aber wie sehr sie auch 70 Jahre nach Kriegsende von den Erlebnissen ihrer Eltern und Großeltern und von der Frage nach deren Schuld und Verstrickung während der Diktatur betroffen ist, rückt immer stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.

Die internationale Tagung unter dem Titel "Die dritte Generation - Die Kriegsenkel und die Geschichte" wird eröffnet von Rudolf Dreßler, dem ehemaligen deutschen Botschafter in Israel. Er hält den Einführungsvortrag anstelle von Avi Primor; der ehemalige israelische Botschafter musste seine Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen absagen.

Vertreter der ersten, zweiten und dritten Generation beschäftigen sich bei den 16. Laupheimer Gesprächen mit der Frage, welche Herausforderungen, Probleme und Aufgaben sich der Kriegsenkel-Generation stellen. Die Referenten stammen aus Deutschland, Österreich, den USA und Frankreich.

Dazu gehört der unter anderem in Laupheim aufgewachsene und heute an der Harvard University lehrende Publizist Yascha Mounk, der von seinen Erfahrungen als jüdischer Deutscher erzählt. Mit der dritten Generation und der "Heimkehr der Unerwünschten" beschäftigt sich der in Paris lebende Journalist Olivier Guez. Über den "langen Schatten unserer Vergangenheit" spricht der Autor Joachim Süss. Die Germanistik-Professorin Cornelia Blasberg nähert sich dem Thema aus literaturwissenschaftlicher Perspektive. Zwei junge Menschen der dritten Generation in Israel porträtiert die in den USA lebende Schriftstellerin Susanna Piontek.

Um 19 Uhr kommen mit dem Literaturwissenschaftler Guy Stern, dem Museumsdirektor Hanno Loewy (Jüdisches Museum Hohenems) und dem Studienrat Daniel Felder die drei Generationen ins Gespräch. Die Talkrunde moderiert SWR2-Programmchef Johannes Weiß.

Die Vorträge der Laupheimer Gespräche werden in einem Tagungsband veröffentlicht. Das Haus der Geschichte präsentiert in Laupheim den 15. Band mit dem Titel: "Unrecht Gut gedeihet nicht" - "Arisierung" und Versuche der Wiedergutmachung.

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