Donnerstag, 19. April 2018


  • Pressemitteilung BoxID 685529

Weihnachtszeit, Zeit der Geschenke

Wie das Paket schnell durch den Zoll kommt

Karlsruhe, (lifePR) - Gerade in der hektischen Weihnachtszeit bevorzugt so manch einer die Bestellung im Internet.

Damit es bei dem vermeintlichen Schnäppchen nicht zu einem bösen Erwachen kommt, sind einige Dinge zu beachten, denn nicht jedes Angebot bleibt für die Käufer günstig, wenn der Onlinehändler seine Waren aus dem Nicht-EU-Ausland versendet.

Grundsätzlich werden Postsendungen aus dem Drittland durch den Paketzusteller direkt an den Empfänger ausgeliefert, wenn

- Keine Abgaben entstehen und die Sendung keine Waren enthält, die Einfuhrverboten und Beschränkungen unterliegt oder
- Abgaben entstehen, aber keine Waren enthalten sind, die Verboten und Beschränkungen unterliegen oder besondere Förmlichkeiten (z.B. Genehmigungspflicht) erfordern und
- Der Sendung eine vollständige und korrekt ausgefüllte Zollinhaltserklärung (CN 22 oder CN 23) und eine an der Außenseite angebrachte Rechnung beigefügt ist.

In allen anderen Fällen leitet die Deutsche Post AG die Sendung an das für den Wohnort zuständige Zollamt weiter und benachrichtigt den Empfänger schriftlich darüber.

Dieses Schreiben enthält das zuständige Zollamt sowie weitere Informationen zu den fehlenden Angaben und/oder Unterlagen und zur Lagerdauer der Sendung.

Sie können bei dem zuständigen Zollamt nun selbst fehlende Unterlagen nachreichen und die Abfertigung durchführen oder aber sich von der Deutschen Post AG gebührenpflichtig vertreten lassen.

Zoll und Steuern

Die folgenden Einfuhrabgaben werden für die bestellten Waren erhoben.

Warenwert bis 22 Euro / Die Sendung ist generell frei von Einfuhrabgaben.
Warenwert bis 45 Euro / Die Sendung ist frei von Einfuhrabgaben, sofern es sich um eine private Geschenksendung handelt. Im Online- und Versandhandel ist diese Voraussetzung nicht gegeben.
Warenwert über 22 Euro bis 150 Euro / Für die Sendung werden keine Zölle erhoben, jedoch die Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent oder 7 Prozent.
Warenwert über 150 Euro / Ab diesem Warenwert wird der Zoll fällig.

Hinweis:

Die vorgenannten Warengrenzen beziehen sich nicht auf die Erhebung von Verbrauchsteuern. Unabhängig vom Warenwert der Sendung wird die Verbrauchsteuer für alkoholische Erzeugnisse, Tabakwaren sowie Röstkaffee, löslichen Kaffee und kaffeehaltige Waren erhoben.

Einfuhrverbote und Beschränkungen

„In der Weihnachtszeit werden viele Pakete – auch bereits bezahlte - vom Zoll nicht ausgehändigt, weil die darin enthaltenen Waren z.B. unter die Produktsicherheit oder Marken- und Produktpiraterie fallen oder aber es sich um Arzneimittel handelt“, so Anne Deubel, Sprecherin des Hauptzollamts Karlsruhe.

Marken- und Produktpiraterie

Das sind Produkte, die widerrechtlich mit Namen und Kennzeichen versehen sind und deren Aussehen den Verbraucher bewusst über Herkunft und Qualität täuschen. Diese nachgeahmten bzw. gefälschten Produkte dürfen nicht in den Wirtschaftskreislauf gelangen und werden beschlagnahmt. Daneben drohen Schadenersatzforderungen des Originalherstellers.

Produktsicherheit

Um den Verbraucher vor unsicheren Produkten aus Drittländern zu schützen (z.B. Laserpointer, E-Zigaretten oder Waren ohne vorgeschriebene CE-Kennzeichnung), dürfen nur solche eingeführt werden, die den Bestimmungen der Europäischen Union entsprechen. Für andere Waren ist die Einfuhr verboten.

ArzneimittelDie Einfuhr von Medikamenten durch Privatpersonen ist nur in ganz bestimmten Fällen erlaubt. Der Verbraucher muss auch damit rechnen, dass manche im Ausland frei verkäufliche Waren wie z.B. Nahrungsergänzungsmittel, Naturheilmittel oder Vitamine in Deutschland als Arzneimittel eingestuft werden.

Zusatzinformation

Gehen Sie auf Nummer sicher: Die App "Zoll und Post" berechnet die voraussichtlichen Abgaben und gibt für die unterschiedlichsten Warengruppen Hinweise auf wichtige zollrechtliche Bestimmungen. Zudem warnt sie vor den Gefahren, die von manchen Produkten ausgehen können.

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