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Pressemitteilung BoxID: 635144 (Hatje Cantz Verlag GmbH)
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Staab Architekten: Die Eleganz der Genaugkeit

Igel, Fuchs, Chamäleon

(lifePR) (Berlin, ) Mit der Publikation Verwandte Unikate gewährt das Architekturbüro Staab spannende Einblicke in seine Denk- und Arbeitsweise: Es ist nicht die eine, stets auf den ersten Blick wiederzuerkennende Handschrift, die die Bauwerke der Berliner Architekten ausmacht, vielmehr definiert die Auseinandersetzung mit der Frage nach Anlass und Relevanz den architektonischen Entwurf.

Ob das Albertinum in Dresden, das Museum Georg Schäfer in Schweinfurt oder das Richard-Wagner-Museum in Bayreuth: Für das Berliner Architekturbüro Staab markiert nicht nur die städtebauliche Fragestellung den Beginn einer Konzeption, vielmehr umfasst die Annährung an einen Entwurf auch die Einbeziehung der relevanten programmatischen, also sozialen, funktionalen, kulturellen und ökonomischen Aspekte. Kurz: Wie definiert der Kontext die Form des Bauwerks?

Spricht man häufig von einer »Handschrift«, die einen renommierten Architekten definiert, so sollte man zwei Handschrifttypen unterscheiden: Colin Rowe und Fred Koetter teilten 1978 die Architekten dieser Welt in zwei grundsätzliche Gruppen ein: Füchse und Igel. »Während die Igel konsequent (oder stur) ihren Weg gingen«, so Florian Heilmeyer in seinem Essay in der Publikation Staab Architekten | Verwandte Unikate, »seien die Füchse sprunghafter, würden ihre Formen und Strategien öfter wechseln und sich generell stärker von Auftrag und Ort leiten lassen.«

Volker Staab wäre in dieser Dichotomie eindeutig ein Fuchs. Oder noch besser: Chamäleon, weil sich seine Entwürfe so intensiv mit ihrer Umgebung verzahnen. Seit dem Gewinn des Wettbewerbs für das Neue Museum in Nürnberg im Jahr 1991 hat sein Büro 44 Projekte realisiert. Der bewusste Verzicht auf eine visuelle »Handschrift« führt zu mehr Raum für die individuelle Gestaltung eines jeden einzelnen Projekts. Als »Hardcore-Kontextualismus« ließe sich diese Herangehensweise, so Heilmeyer, definieren: Staab überschreibe sein Umfeld nicht mit etwas dominant Neuem, sondern füge dem Vorhandenen eine weitere Schicht hinzu. Die Komplexität existierender Orte wird fortgesetzt oder sogar verstärkt, weil sie sich intensiv mit der Umgebung verzahnt und ein Bindeglied schafft.

Wer jedoch weitestgehend ohne erkennbaren Stil daherkommt, muss sich beweisen: Nahezu alle Aufträge hat Staab in Wettbewerben gewonnen. Die Entwürfe weisen oft eine verblüffend einfache Form auf, deren Vielschichtigkeit sich dann auf den zweiten Blick und im unmittelbaren Kontext zu erkennen gibt.

Die Publikation Staab Architekten | Verwandte Unikate stellt 15 sehr unterschiedliche Projekte in einer architektonischen Entdeckungsreise durch Deutschland vor: vom Museum für Kunst und Kultur in Münster über das Museum der Bayerischen Könige in Hohenschwangau bis hin zum Kunstmuseum in Ahrenshoop.

 

 

 

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Hatje Cantz ist ein international wegweisender Fachverlag für Kunst, Architektur und Fotografie. Seit 1945 produziert und verlegt Hatje Cantz mit fundierter Expertise, Begeisterung für das Handwerk und einem konsequent hohen Qualitätsanspruch individuelle Publikationen. Aktuell erscheinen jährlich rund 200 neue Titel im Verlagsprogramm.

Hatje Cantz versteht sich, insbesondere auch im digitalen Zeitalter, als Bindeglied zwischen Museen, Künstlern, Galerien, Sammlern und Kunstinteressierten. Die Vermittlung von Wissen - inhaltlich wie visuell - sowie die Begeisterung für Kunst stehen stets im Fokus des Engagements.

Als konsequente Fortführung des Portfolios und um den Anspruch Kunst auch über das Medium Buch hinaus erfahrbar zu machen, lanciert Hatje Cantz im Rahmen der EDITION GERD HATJE u.a. Arbeiten auf Papier, Fotoarbeiten und Kunstobjekte in streng limitierten, signierten Auflagen.

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