Mittwoch, 22. Februar 2017


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HPI will mit einer Schüler-Akademie begabten IT-Nachwuchs fördern

(lifePR) (Potsdam, ) Das Hasso-Plattner-Institut plant eine Schüler-Akademie, durch die besonders begabter Nachwuchs auf dem Gebiet der modernen Informationstechnologien gefördert werden soll. Dies teilte HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel am Rande der Kreisreise des brandenburgischen Bildungsministers Holger Rupprecht in Potsdam mit. Da der Minister und Staatssekretär Burkhard Jungkamp das Vorhaben grundsätzlich unterstützten, kämen in Kürze Gespräche mit Schulleitern, Lehrern und Ministeriumsvertretern über das inhaltliche Angebot einer solchen HPI-Schülerakademie in Gang, berichtete Meinel.

Nach Vorstellung des HPI-Direktors soll ein Mathematik- oder Informatik-Lehrer bzw. eine -Lehrerin in die Aktivitäten eng einbezogen werden. Damit soll sichergestellt werden, dass die HPI-Schülerakademie ihre Angebote angemessen und schulgerecht plane. "Für die Pädagogin oder den Pädagogen böte sich wiederum die Möglichkeit, sich in unserem hoch innovativen wissenschaftlichen Umfeld weiterzubilden. Die grundlegenden universitären Anforderungen können auf diese Weise an die Schule getragen und so eine Brücke zwischen Schule und Hochschule gebaut werden", zeigte Meinel die Vorteile des Modells auf.

Meinel verwies auf positive Berliner Erfahrungen mit der zeitweisen Abordnung von Lehrern an universitäre Einrichtungen wie das "PhysLab" an der Freien Universität und an die Humboldt-Universität. Zudem habe der Gedanke an eine Schüler-Akademie auch bei einem Gespräch mit Potsdamer Schulleitern Anklang gefunden, das er im Rahmen des Perspektivwechsels mit Oberbürgermeister Jann Jakobs Ende Mai führen konnte.

"Letztlich geht es uns darum, mehr exzellente Schülerinnen und Schüler für ein Studium der Informatik zu begeistern und sie darauf vorzubereiten", erläuterte Meinel die Motivation des HPI. Dazu sei es notwendig, bereits im Schulunterricht möglichst viele Jugendliche mit Computertechnologie zu faszinieren. Sonst drohe der Mangel an hoch qualifizierten IT-Spezialisten immer größer zu werden und das Wachstum vieler Hochtechnologie-unternehmen zu bremsen.

Der HPI-Direktor verwies darauf, dass sein Institut bereits zahlreiche Einzelveranstaltungen für Schüler organisiere. Die HPI-Schülerakademie solle diese vielfältigen Angebote bündeln und in regelmäßige Veranstaltungen und Arbeitsgemeinschaften überführen, mit denen noch mehr Interessenten angesprochen werden könnten. Meinel sprach von einer Leuchtturm-Funktion der geplanten Akademie im Bemühen um bessere Qualität des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts.

Zudem bekräftigte Meinel die Forderung, die Informatik bundesweit zum Pflichtfach an Schulen zu machen. "Sie ist ein wichtiges Anwendungsgebiet der Mathematik. Deshalb bietet 2008 als Jahr der Mathematik einen guten Anlass für entsprechende Initiativen", unterstrich der HPI-Direktor. Wenn die Schlüsselkompetenz Rechnen spannend und anschaulich vermittelt werde, sei es auch leicht, Kinder und Jugendliche für Informatik zu begeistern. Meinel beklagte in diesem Zusammenhang, dass die Mathematik-Kenntnisse der Bewerber für ein Informatikstudium oft nicht ausreichten. Um zu verhindern, dass Einsteiger in die IT-Ingenieurausbildung an mathematischen Anforderungen scheitern, biete das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut zum Beispiel regelmäßig Vorkurse an.

"In der Schulbildung sollte das Vermitteln von Kenntnissen der Computertechnologie endlich den Stellenwert zugewiesen bekommen, der ihrer Bedeutung in der heutigen Informations- und Wissensgesellschaft entspricht", forderte der HPI-Direktor. Ferner müsse es das Ziel sein, Informatik als eigenes Schulfach fest in den Stundenplänen aller Bundesländer zu verankern. Meinel wies auf das Vorbild Bayerns hin. Dort bestehe bereits eine Belegungspflicht für das dreistündige Fach Informatik in der Oberstufe naturwissenschaftlich-technologischer Gymnasien.

Meinel betonte, Informatik müsse von einschlägig aus- oder weitergebildeten Lehrkräften unterrichtet werden. Die Angebote für die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Informatiklehrern entsprechend auszubauen, sei deshalb eine wichtige Forderung.

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