Freitag, 23. Februar 2018


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"Zuhause sterben" von Renate Werner hat überzeugt

Film- und Fernsehpreis 2013 des Hartmannbundes

Potsdam, (lifePR) - Der Hartmannbund hat den Beitrag "Zuhause sterben" der Kölner Journalistin und freien Autorin Renate Werner mit seinem diesjährigen Film- und Fernsehpreis ausgezeichnet. "Wir haben uns für diesen Beitrag entschieden, weil die Autorin eine Herausforderung beschreibt, die uns alle angeht und ärztliches Wirken und Engagement in hervorragender Weise herausstellt", sagte der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt.

Im Mittelpunkt des Siegerbeitrages, der aus 30 Zusendungen ausgewählt wurde, steht die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV), die seit 2007 per Gesetz garantiert ist, aber auch nach sechs Jahren nur halbherzig umgesetzt wurde. Eine flächendeckende häusliche Palliativversorgung, so Reinhardt, existiere bis heute nicht, und noch immer würden die meisten Menschen mit unheilbaren Krankheiten im fortgeschrittenen Stadium in Krankenhäusern und Hospizen sterben, und nicht - wie mehrheitlich gewünscht - zu Hause.

"Genau hier sollte die Palliativversorgung ansetzen und das Zuhause-Sterben ermöglichen", so Reinhardt. Nur dem Einsatz und Engagement einzelner Ärzte vor Ort in den unterversorgten Gebieten sei es zu verdanken, dass sterbenskranke Menschen, die nicht mehr im Krankenhaus sein dürfen und wollen, trotz nicht vorhandener häuslicher Palliativversorgung betreut werden. "Ein großes Glück für die betroffenen Patienten, was nicht die Regel sein darf", fordert Reinhardt eine schnelle bundesweite Umsetzung einer flächendeckenden und strukturierten Palliativversorgung. Umso wichtiger sei es, dass die Autorin Renate Werner dieses Thema aufgegriffen habe.

In der Laudatio der Jury des Film- und Fernsehpreises heißt es: "Renate Werner hat ein brennendes Thema recherchiert, das bislang in den Medien wenig Beachtung gefunden hat: Den Wunsch der meisten Menschen, ihr Leben zu Hause zu beschließen, und den bestehenden Rechtsanspruch auf eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung. Ein hervorragender Film, der dem Tabu-Thema Sterben und den Betroffenen in vollem Umfang gerecht wird."

Der Film- und Fernsehpreis des Hartmannbundes wurde 1966 als ideeller Preis gestiftet und soll einen Ansporn setzen, dass "die großen, mit dem lebenden Bild arbeitenden Massenmedien in ihrer Darstellung der Wirklichkeit ärztlichen Handelns Rechnung tragen." Der Preis wird 2013 zum 41. Mal verliehen.

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