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Pressemitteilung BoxID: 109575 (Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.)
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Winn: Bei Widersprüchen darf man uns nicht maßlos in die Tasche greifen

Kritik an Verwaltungsgebühren der Kassenärztlichen Vereinigungen

(lifePR) (Berlin, ) Vor dem Hintergrund der dramatisch zunehmenden Widersprüche gegen die Bescheide zu den Regelleistungsvolumina hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Prof. Dr. Kuno Winn, eindringlich an die Kassenärztlichen Vereinigungen appelliert, bei den Erhebungen von Verwaltungskosten mit Augenmaß zu agieren. Hintergrund: Immer öfter beklagen sich Ärztinnen und Ärzte, die mit ihren Widerspruchsbescheiden gleichzeitig Hinweise über nicht unerhebliche Bearbeitungsgebühren (bis zu 100,- Euro) erhalten.

"Ich halte es für völlig inakzeptabel, wenn uns die aus unseren Zwangsbeiträgen finanzierten KVen massiv in die Tasche greifen, wenn wir unsere Rechte wahrnehmen und eine entsprechende Dienstleistung erwarten", sagte Winn. Angesichts der Undurchsichtigkeit vieler Bescheide - insbesondere im Zuge der Honorarreform - sei es zudem völlig unangemessen, wenn Gebührenerhebungen unter anderem mit Hinweisen auf die "Unsinnigkeit" von Widersprüchen begründet würden. Winn: "Es kann nicht sein, dass Kolleginnen und Kollegen in die Nähe von Querulanten gerückt werden oder ihnen gar das Gefühl vermittelt wird, sie sollten besser auf ihr Recht eines Widerspruches verzichten."

Winn appellierte an die Kassenärztlichen Vereinigungen, sich -nicht zuletzt vor dem Hintergrund der zunehmenden Diskussionen über das KV-System - als Dienstleister an der Seite der Ärzteschaft zu sehen und auch entsprechend zu agieren. "Dazu gehört eben auch, dass man verunsicherten Kolleginnen und Kollegen hilft und sie nicht unter voller Ausschöpfung der jeweiligen Gebührenordnung von künftigen Anfragen oder Hilfegesuchen abschreckt", sagte Winn abschließend.