Montag, 18. Dezember 2017


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Westfalen-Lippe als Vorreiter

Dr. Klaus Reinhardt, Vorsitzender des Hartmannbund-Landesverbandes Westfalen-Lippe, lobt patientennahe Palliativversorgung

Berlin, (lifePR) - In Westfalen-Lippe haben die Kassenärztliche Vereinigung (KVWL), der Berufsverband der Palliativmediziner und die Krankenkassen ihren Palliativvertrag aufgewertet. Sie wollen, dass dieser Vertrag gegenüber der EBM-Abrechnung attraktiver bleibt.

Der Vertrag, der seit April 2009 in Kraft ist, sieht keine Trennung zwischen allgemeiner ambulanter (AAPV) und spezialisierter ambulanter (SAPV) Palliativversorgung vor. In Westfalen-Lippe wird auf eine enge Zusammenarbeit von Hausärzten und Palliativmedizinischen Konsiliardiensten gesetzt. Fast 90 Prozent der Hausärzte nehmen an dem Vertrag teil.

„Der Erfolg lässt sich an einer markanten Zahl ablesen: In Westfalen-Lippe sterben 89 Prozent der in den Palliativvertrag eingeschriebenen Patienten zu Hause. In den anderen Regionen ohne diesen Vertrag sind es nur 40 bis 50 Prozent“, so Dr. Klaus Reinhardt. „Als Hausarzt unterstütze ich diese Vorgehensweise voll und ganz und wünschte mir, dass Westfalen-Lippe in diesem Sinne Vorreiter ist und die anderen KV-Regionen dies als nachahmenswertes Beispiel ansehen – zum Wohle der Patienten.“

Zwar monieren Palliativmediziner außerhalb der Region den Vertrag, da es keine echte SAPV gäbe, auf die der Patient einen gesetzlichen Anspruch habe. „Ich glaube, dem Palliativpatienten ist es herzlich egal, ob er eine SAPV bekommt oder ob die Behandlung und Versorgung in einem Vertrag anders heißt. Jeder stirbt lieber zu Hause als in der Klinik“, so Dr. Klaus Reinhardt.

„Daher halte ich auch die im August vom Bewertungsausschuss erhobene Forderung nach einer Zusatzqualifikation für Hausärzte, die die palliativmedizinische Versorgung ohnehin bereits tagtäglich leisten und die in der Vereinbarung zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung und Krankenkassen verabredeten Voraussetzungen für völlig wirklichkeitsfremd. Westfalen-Lippe zeigt, dass ohne große Zusatzqualifikationen und weiterer Bürokratie eine patientennahe palliativmedizinische Versorgung möglich ist, mit der alle Beteiligten zufrieden sind“, betont Dr. Klaus Reinhardt.

Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.

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