Montag, 16. Juli 2018


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Schaps: Junge Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung müssen auf ihre Standesvertretung zählen können

Umfrage zeigt: Strukturierte Weiterbildung ist weiterhin Mangelware

Berlin, (lifePR) - Der Hartmannbund sieht mit Blick auf weiterhin deutliche Defizite in der Weiterbildung vor allem die Landesärztekammern stärker in der Pflicht. „Junge Ärztinnen und Ärzte müssen von ihrer Standesvertretung bei der Durchführung ihrer Weiterbildung die entsprechende Unterstützung erwarten dürfen“, forderte Klaus-Peter Schaps, Vorsitzender des Arbeitskreises Aus- und Weiterbildung im Hartmannbund, angesichts der Ergebnisse der Umfrage „Ärztliches Arbeiten. Heute. Und Morgen.“, die der Verband diesen Winter unter seinen Mitgliedern durchgeführt hat. Demnach ist eine strukturierte Weiterbildung mit definierten Jahreszielen für rund drei Viertel der Befragten nicht die Norm – obwohl die Weiterbildungsordnungen dies nun schon seit Jahrzehnten vorsehen. „Bereits unsere früheren Umfragen 2012 und 2014 deckten hier große Mängel auf“, erläuterte Schaps die Ergebnisse. „Auch damals gaben 80 Prozent der Befragten an, keine Weiterbildungspläne erhalten zu haben – ein Prozentsatz, den die aktuelle Erhebung leider erneut bestätigt.“

Schaps fordert die Ärztekammern daher auf, für die in den Weiterbildungsordnungen fixierten und somit offenbar zur Sicherung der Qualität notwendigen Vorgaben – Weiterbildungspläne, regelmäßige Gespräche der Weiterbilder mit den sich weiterbildenden Ärztinnen und Ärzten – sinnvolle Prüfinstrumente zu entwickeln. „Es ist klar, dass ärztliche Weiterbildung im Rahmen ärztlicher Berufstätigkeit stattfindet, ein training-on-the-job ist, in dessen Rahmen aber die Abhängigkeit aller beteiligten Ärzte vom jeweiligen Arbeitgeber und dessen unternehmerischen Vorgaben immer eine große Rolle spielt“, so Schaps. „Kliniken aber, die ihre Weiterbildungsermächtigungen nicht als Verpflichtung gegenüber den jungen Ärztinnen und Ärzten begreifen und sie stattdessen vorrangig für die Aufrechterhaltung des Krankenhausbetriebes einsetzen, dürfen die Ermächtigungen nicht ohne Weiteres behalten.“

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