Sonntag, 20. Mai 2018


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Reinhardt: Probleme sind noch lange nicht vom Tisch

Sicherstellung ist in Frage gestellt!

Berlin, (lifePR) - Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, hat seine niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen aufgerufen, sich aktiv an der Befragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zur Zukunft des Sicherstellungsauftrages zu beteiligen. Zugleich warnte Reinhardt vor der irrigen Annahme, Themen wie Priorisierung, Begrenzung des Leistungsumfanges oder die Notwendigkeit der Entwicklung eines neuen Finanzierungssystems in der Gesetzlichen Krankenversicherung seien angesichts der jüngsten Entwicklungen auch nur ansatzweise vom Tisch. Wer dies suggeriere, der ignoriere die Herausforderungen von Demografie, Morbidität und medizinischem Fortschritt und verhindere fahrlässig dringend notwendige Diskussions- und Entscheidungsprozesse.

"Ungeachtet der Einigung über die Anhebung der Honorare für das Jahr 2013 hat doch am Ende nicht nur das Ergebnis, sondern spätestens auch die Form der Auseinandersetzung zwischen Ärzten und Krankenkassen gezeigt, dass die Frage der Sicherstellung der Versorgung durch Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten ganz grundsätzlich gestellt werden muss", sagte Reinhardt. Ärztinnen und Ärzte müssten deutlich machen, unter welchen Bedingungen sie eine umfassende ambulante Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten noch garantieren könnten. Tatsache sei, dass sich die Rahmenbedingungen seit Übernahme der Sicherstellung erheblich verschlechtert hätten. Unzureichende Vergütung, hoher bürokratischer Aufwand und immer mehr Regularien, die das Arzt-Patienten-Verhältnis beeinflussten, hätten Eingang in das System gefunden. "Die Voraussetzungen, unter denen wir seinerzeit eine Garantieerklärung dafür abgegeben haben, dass wir für die Versorgung der Bevölkerung gerade stehen, sind schlicht nicht mehr gegeben", sagte Reinhardt. Deshalb sei es richtig, dass die KBV neue Rahmenbedingungen formuliert habe, die aus ihrer Sicht für eine Fortsetzung des Sicherstellungsauftrages unabdingbar seien. Nun, so Reinhardt, seien die Kolleginnen und Kollegen gefordert, deutlich zu machen, dass die Kassenärztliche Bundesvereinigung mindestens an dieser Stelle für sie alle spreche.

Reinhardt: "Ich bitte jede Kollegin, ich bitte jeden Kollegen, mitzumachen. Nur mit einer hohen Rücklaufquote können wir auch nachdrücklich belegen, dass die Ärzteschaft in ihrer Gesamtheit unter den gegebenen Voraussetzungen keine Chance mehr sieht, die ambulante Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten aufrecht zu erhalten. Nur eine hohe Beteiligung verleiht dieser Umfrage und ihrem Ergebnis Gewicht gegenüber Politik und Kassen."

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