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Pressemitteilung BoxID: 360892 (Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.)
  • Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.
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  • 10785 Berlin
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Premiere: Zum ersten Mal zwei Filmbeiträge ausgezeichnet

(lifePR) (Berlin, ) Zum ersten Mal in der Geschichte seines Film- und Fernsehpreises zeichnet der Hartmannbund in diesem Jahr zwei Filmbeiträge aus. "Der Nächste bitte! Warum Patienten ihren Arzt nicht verstehen" heißt der Titel des Beitrages des MDR-Sendeformats "exakt - Die Story", den der Hartmannbund in diesem Jahr mit dem Film- und Fernsehpreis auszeichnet. Den erstmalig verliehenen Sonderpreis der Jury erhält der Beitrag "Gesundheitsrisiko Implantate: Versuchskaninchen Patient" des WDR-Sendeformats "Monitor".

"Wir haben uns in diesem Jahr für zwei Beiträge entschieden", sagte der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, "weil beide auf ganz unterschiedliche Art und Weise Themen recherchiert oder aufgedeckt haben, über die auf Grund ihrer besonderen Bedeutung für das ärztliche Handeln gleichermaßen geredet werden muss." Im Mittelpunkt des MDR-Beitrages stehen das Kommunikationsverhalten und der sprachliche Umgang von Ärzten mit ihren Patienten. In der Laudatio der Jury heißt es: "Der Film zeigt, es sind nicht nur die Einzelfälle, die zu einem Unverständnis von Patienten gegenüber ihren Ärzten führen, sondern die gesamte Branche pflegt eine antrainierte Fachsprache." Diese mache zwar im ärztlichen Binnenverhältnis Sinn, führe beim Patienten aber oft zu fatalen Missverständnissen und könne dadurch Behandlungsergebnisse beeinträchtigen.

Im Zentrum der WDR-Produktion steht der riskante, unzureichend geprüfte Einsatz von Medizinprodukten in Deutschland. Ein Auszug aus der Laudatio der Jury: "Der Beitrag deckt einen eklatanten Systemfehler im Gesundheitswesen auf." Die offensichtlich fehlende Überwachung beim Einsatz von metallenen Großkopfhüftprothesen, wie sie zu Tausenden implantiert werden, führe zu gefährlichem Abrieb und zu zum Teil hochgradigen Vergiftungen im Blut der Patienten. "Auf der Suche nach der Prüfungs- und Überwachungsinstanz von Medizinprodukten stoßen die Journalisten auf mangelndes Problembewusstsein und blanke Ablehnung. Das geht unter die Haut!"

Der Vorsitzende des Hartmannbundes wird die Auszeichnungen im Rahmen der Hauptversammlung am 26. Oktober 2012 in Potsdam überreichen - den Film- und Fernsehpreis an die Autoren des MDR-Beitrages, Jana Lindner und Alexander Ihme, und den Sonderpreis der Jury an die Autoren des Monitor-Beitrages, Isabel Schayani und Ralph Hötte.

Der Film- und Fernsehpreis des Hartmannbundes wurde 1966 als ideeller Preis gestiftet und soll einen Ansporn setzen, dass "die großen, mit dem lebenden Bild arbeitenden Massenmedien in ihrer Darstellung der Wirklichkeit ärztlichen Handelns Rechnung tragen." Der Preis wird 2012 zum 40. Mal verliehen.