Medizinstudierende lehnen DEGAM-Vorstoß für PJ-Pflichtquartal in der Allgemeinmedizin ab

(lifePR) ( Berlin, )
Den erneuten Vorstoß der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM), eine Verpflichtung im Praktischen Jahr (PJ) in der Allgemeinmedizin durchzusetzen, haben die Medizinstudierenden des Hartmannbundes entschieden zurückgewiesen.

"Wir lehnen eine Verpflichtung über die bisherigen PJ-Pflichtabschnitte hinaus auch weiterhin ab - egal, ob in einem Tertial oder Quartal", reagierte Theodor Uden, der neue Vorsitzende der Medizinstudierenden im Hartmannbund, auf den DEGAM-Vorschlag, die Allgemeinmedizin im Rahmen des Medizinstudiums durch einen Pflichtabschnitt weiter zu stärken. Dies sei überflüssig, da die Allgemeinmedizin in der neuen Approbationsordnung bereits ausreichend Berücksichtigung gefunden habe - durch die eingeführte Pflichtfamulatur, die flächendeckend umgesetzt werden soll, und durch die neue Regelung, dass bis 2015 für zehn Prozent der Studierenden und ab 2019 für alle Studierenden Plätze für ein Wahltertial in der Allgemeinmedizin vorhanden sein müssen. Mit diesen Neu-regelungen sei im Sinne der Allgemeinmedizin bereits ein beachtliches Zeichen gesetzt worden. "Hier sollten erst einmal die Ergebnisse abgewartet werden", so Uden, "bevor neue, die Studierenden noch weiter einengende Zwangsmaßnahmen präsentiert werden." Gegen die vorgeschlagene Quartalisierung spreche ganz grundsätzlich, dass eine Verkürzung von vier auf drei Monate eine adäquate Einarbeitung in die jeweilige Fachrichtung erschweren würde.

Die Medizinstudierenden des Hartmannbundes hatten sich bereits im vergangenen Jahr gegen die Einführung einer PJ-Pflichtzeit in der Allgemeinmedizin ausgesprochen. "Unsere damaligen erfolgreichen Proteste führten mit dazu, dass der Bundesrat vom geplanten dritten PJ-Pflichttertial Abstand genommen hat", so Uden weiter. "Diesen Schritt würden wir erneut gehen und die Interessen der Medizinstudierenden entschieden vertreten."

Theodor Uden ist seit dem 13. Oktober 2013 der neue Vorsitzende der Medizinstudierenden im Hartmannbund. Der Medizinstudent aus Hannover folgt dem bisherigen Vorsitzenden Kristian Otte, der auf Grund seiner Examensvorbereitung sein Amt zur Verfügung gestellt hat. Theodor Uden ist 23 Jahre alt und studiert im 9. Semester Medizin an der Universität von Hannover.

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