Honorarverteilung: "Niedersächsische Vertragsärzte entziehen KVN das Vertrauen"

Fachgruppen-Verbände fordern Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) mehrheitlich zum Rücktritt auf

(lifePR) ( Berlin, )
Im Rahmen einer gestrigen Krisensitzung des "Runden Tisches", zu der der Hartmannbund, Landesverband Niedersachsen, gerufen hatte, fordern die Fachgruppen-Verbände der niedersächsischen Vertragsärzte Konsequenzen aus dem "Blindflug" bei der Honorarverteilung. "Ein KVVorstand, der uns Informationen zur detaillierten Honorarentwicklung verweigert und gleichzeitig erneut Budgetkürzungen von mindestens 15% und in Einzelfällen sogar 45% im 3. Quartal abverlangt, darf sich nicht wundern, wenn ihm die niedersächsischen Ärzte das Vertrauen entziehen", so der Hartmannbund-Vorsitzende in Niedersachsen, Dr. med. Bernd Lücke.

Die Versammlung hatte zuvor intensiv nach Ursachen für die desaströse Honorarentwicklung gesucht und das mangelnde Informationsverhalten der KVN scharf kritisiert. Eine intransparente Neuordnung der vertragsärztlichen Vergütung durch die KVN führte bei allen Beteiligten in den letzten Tagen, Wochen und Monaten zu einem erheblichen Klärungsbedarf.

Diesem sei der Vorstand der KVN nur unzureichend nachgekommen, waren sich die Fachgruppen-Vertreter einig. "Wer nicht mehr in der Lage ist, die Fehlentwicklungen im Honorarbereich offen gegenüber seinen Mitgliedern zu kommunizieren, muss seinen Hut nehmen", so ein Sitzungsteilnehmer. Die anwesenden Sprecher der Fachgruppen hatten bei nur 2 Gegenstimmen mit deutlichen 18 Stimmen dem Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen ihr Misstrauen ausgesprochen. Mehrheitlich wurde ebenfalls ein Antrag angenommen, der den Vorstand der KV Niedersachsen zum Rücktritt auffordert.
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