Mittwoch, 18. Juli 2018


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Hartmannbund Westfalen-Lippe unterstützt Laumann-Vorstoß

Dr. Klaus Reinhardt: Krankenhaus-Strukturreform in NRW nötig - aber nicht auf dem Rücken der Ärzte!

Berlin, (lifePR) - Die von Gesundheitsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Karl-Josef Laumann, geplante Förderung von Schwerpunkt-Kliniken ist nach Überzeugung von Dr. Klaus Reinhardt, Vorsitzender des Hartmannbund-Landesverbandes Westfalen-Lippe, ein richtiger Weg. „Der Investitionsstau in den Krankenhäusern in NRW beträgt laut Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen mittlerweile 12,8 Milliarden Euro. Auch wenn die Landesregierung vor einigen Wochen eine zusätzliche Finanzspritze für die Krankenhäuser in NRW in Höhe von 250 Millionen Euro bereitgestellt hat, ist diese chronische Unterfinanzierung mit den bisherigen Maßnahmen nicht zu meistern. Daher ist eine Systemumstellung völlig richtig“, sagte Reinhardt.

Es sei deshalb zu begrüßen, wenn eine neue Finanzstruktur umgesetzt werde. Auch wenn dadurch mittelfristig weniger Krankenhäuser das volle Behandlungsspektrum anbieten und wenn stattdessen Krankenhausverbünde entstehen, sei dieses Vorgehen ein Fortschritt gegenüber dem Status Quo, bei dem jedes sechste Haus in massiven Schwierigkeiten stecke.

Laut Gesundheitsministerium sollen mit der Systemumstellung in jeder Region mehrere Klinikzentren für unterschiedliche Fachrichtungen entstehen, die in der Summe die Vollversorgung auch in der Fläche sicherstellen.

„So begrüßenswert die Neustrukturierung der Finanzierung ist, darf dies natürlich nicht auf dem Rücken der Ärzte ausgeführt werden“, meinte Reinhardt abschließend. Daher gehe er davon aus, dass „die Kolleginnen und Kollegen trotz Umstrukturierung nach wie vor ihre Beschäftigung behalten, da die Versorgung ja nach wie vor sichergestellt werden muss“

Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.

Der Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V. ist der einzige freie Verband, der die beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen aller Ärzte, Zahnärzte und Medizinstudierenden in Deutschland - unabhängig vom Fachgebiet, ob niedergelassen, angestellt oder im öffentlichen Gesundheitsdienst tätig - vertritt.

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