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Pressemitteilung BoxID: 216297 (Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.)
  • Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.
  • Kurfürstenstraße 132
  • 10785 Berlin
  • https://www.hartmannbund.de
  • Ansprechpartner
  • Christiane Schwedesky
  • +49 (211) 200545-0

Hartmannbund Nordrhein tritt "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland" bei

"Palliativmedizin ist unser Weg - nicht die Beihilfe zum Suizid"

(lifePR) (Berlin, ) Der Umgang mit schwerstkranken Menschen in ihrer letzten Lebensphase rückt zunehmend in das Bewusstsein aller Menschen.

Seit fast 50 Jahren wird der Gedanke der Palliativmedizin in diesem Zusammenhang diskutiert und angewendet; hier geht es ausschließlich darum, Leiden zu mindern und bedrohliche oder bedrückende Symptome eines unheilbaren Krankheitsprozesses zu minimieren. Es haben sich Forschungs- und Arbeitsgruppen gefunden, die sachliche Hintergründe, Behandlungsregeln und Verhaltensnormen entwickelt und weitergegeben haben.

Inhalte und Aufgaben der Palliativmedizin dürfen jedoch kein exklusives Spezialistenwissen sein, sondern müssen allen, die Menschen in einer solchen Finalsituation versorgen, zur Kenntnis und Anwendung zur Verfügung stehen.

Der Hartmannbund Nordrhein als Verband aller Ärzte unterstützt deshalb mit Nachdruck diese Form der ärztlichen und pflegerischen Tätigkeit und tritt der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland" bei. Träger sind die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband und die Bundesärztekammer. Die Charta will Orientierung geben für eine gemeinsame und differenzierte Weiterentwicklung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland, die die Rechte und Bedürfnisse unheilbar kranker und sterbender Menschen in den Mittelpunkt stellt.

"Ärztliches Handeln beim Sterbeprozess eines Menschen darf auch in Zukunft nicht aktives Beschleunigen oder Beschaffung von tödlichen Substanzen sein", konstatiert Palliativarzt Prof. August-Wilhelm Bödecker, stellvertretender Landesvorsitzender des Hartmannbundes Nordrhein, "es ist eine falsche "Sicherheit", wenn Töten und Beihilfe zum Suizid als Auftragshandlung oder aus eigenem Antrieb als freie Option

ärztlicher Verhaltensweise legalisiert werden sollte."