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Pressemitteilung BoxID: 616772 (Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.)
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Fehlanreize beim Morbi-RSA müssen ohne Vorbehalte diskutiert werden

Reinhardt würdigt Baas-Vorstoß

(lifePR) (Berlin, ) Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, hat die Thematisierung des sogenannten „Up-Coding" durch den Vorsitzenden der Techniker Krankenkasse (TK), Jens Baas ausdrücklich als „wichtig und mutig" gewürdigt. Die von Baas angesprochenen „Manipulationen" bei der Dokumentation von Diagnosen zur Schaffung von Wettbewerbsvorteilen im Rahmen des Risikostrukturausgleiches (Morbi-RSA) müssten endlich offen und vorbehaltlos diskutiert werden. „Wenn wir uns – wie zum Beispiel im Zusammenhang mit der Notfallversorgung – über Instrumente intelligenter Patientensteuerung unterhalten, dann müssen endlich auch Fehlanreize wie Schummeleien beim Morbi- RSA auf den Tisch", so Reinhardt. Ähnlich wie bei der Patientensteuerung gehe es im Kern auch hier darum, ärztliche und finanzielle Ressourcen möglichst dort einzusetzen, wo sie wirklich gebraucht werden.

Reinhardt appellierte an die Kassenärztliche Bundesvereinigung und den GKV-Spitzenverband, vorbehaltlos in einen offenen Dialog darüber zu treten, wie ein im Grundsatz sinnvolles Instrument wie der Morbi-RSA so eingesetzt werden kann, dass nicht durch Fehlanreize dessen ursprüngliche Intention ad absurdum geführt wird. Reinhardt: „Es ist deshalb höchste Zeit, dass alle Beteiligten die Schützengräben verlassen und das Thema mit offenem Visier diskutieren".