Sonntag, 19. August 2018


  • Pressemitteilung BoxID 361405

Delegierte unterstützen Forderungen der jungen Mediziner nach Verbesserung der Arbeitsbedingungen

Berlin, (lifePR) - Um die Arbeitsbedingungen für Ärzte nachhaltig zu verbessern, hat sich der Hartmannbund auf seiner Hauptversammlung in Potsdam unter anderem für planbare und verlässliche Arbeitszeitmodelle sowie eine manipulationsfreie objektive Arbeitszeiterfassung ausgesprochen. Damit sind die Delegierten den Forderungen der Medizinstudierenden und Assistenzärzte im Verband gefolgt, die sich in zwei unabhängig voneinander durchgeführten Umfragen gegen die vielerorts noch viel zu oft erschreckenden Arbeitsbedingungen ausgesprochen haben.

"Wir müssen uns den Wünschen unserer Assistenzärzte und Studierenden stellen und gemeinsam mit unseren jüngeren Kollegen Zukunftsmodelle entwickeln, die den Erwartungen und Erfordernissen gerecht werden", erklärte der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt. "Man kann es nicht oft genug sagen, aber wenn wir die jungen Mediziner nicht ausreichend für den Arztberuf motivieren können, wird uns der Versorgungsmangel schneller eiskalt erwischen als prognostiziert."

Mit welchen Maßnahmen und Modellen der Versorgungsmangel gestoppt werden könnte, hat der Hartmannbund in den vergangenen Monaten intensiv diskutiert und auf seiner diesjährigen Hauptversammlung erste wichtige Bausteine erarbeitet. Nicht nur eine korrekte und manipulationsfreie Zeiterfassung steht dabei ganz weit oben auf der Agenda. Auch die flächendeckende Einführung von flexiblen Arbeitszeitmodellen sowie verlässliche und bedarfsgerechte Kinderbetreuungsmöglichkeiten sollen den Wünschen der Nachwuchsmediziner nach einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf Rechnung tragen.

Die realitätsnahe Umsetzung dieser Vorstellungen und Wünsche diskutierten die Delegierten auch im Rahmen einer Podiumsdiskussion unter dem Motto "Neue Wege: Die Lebensentwürfe junger Mediziner und was sie für die Versorgung bedeuten". Im Mittelpunkt der Diskussion, an der unter anderem Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr teilnahm, stand dabei vor allem das Spannungsfeld zwischen der Sicherstellung der medizinischen Versorgung, den Anforderungen an eine qualitativ hochwertige Facharztausbildung und den Erwartungen und Erfordernissen junger Ärztinnen und Ärzte an ihre Arbeitssituation.

Gerade mit Blick auf die nachrückenden Mediziner appellierte Reinhardt in diesem Zusammenhang vor allem an die älteren und erfahreneren Kolleginnen und Kollegen, die junge Generation nicht durch eine zu negative Darstellung ihrer eigenen beruflichen Situation in Angst zu versetzen. Vielmehr sollten sie ihnen Mut machen und Perspektiven aufzeigen, den eingeschlagenen Weg in die kurative Tätigkeit nach dem Studium und der Facharztausbildung fortzuführen und nicht in andere Bereiche oder sogar ins Ausland abzuwandern.

Der Hartmannbund verabschiedete zahlreiche weitere Resolutionen zur Verbesserung der beruflichen Situation der Ärzte. Diese und weitere Beschlüsse finden Sie hier.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Herzwochen - Herz aus dem Takt: Vorhofflimmern, eine bedrohliche Volkskrankheit

, Gesundheit & Medizin, Deutsche Herzstiftung e.V.

Unter dem Motto „Herz außer Takt – Vorhofflimmern und Gerinnungshemmung“ stehen die bundesweiten Herzwochen vom 1. bis zum 30. November 2018...

50. Internationaler Seminarkongress in Grado: Schwerpunkt Bewegung

, Gesundheit & Medizin, Landesärztekammer Hessen

Aktuelle ärztliche Fortbildung einmal anders: Zum 50. Mal findet vom 26.08.-31.08.2018 der Internationale Seminarkongress für Ärztinnen und Ärzte...

Herzkreislauf-Training führt mit Schwung zu guter Laune und Gesundheit

, Gesundheit & Medizin, Christophsbad GmbH & Co. Fachkrankenhaus KG

Vom 25. September bis zum 13. November bietet das Praxis-Zentrum Göppingen (PZG) ein neues Kursangebot „Herzkreislauf-Training“ mit 8 Einheiten...

Disclaimer