Montag, 23. April 2018


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Bund, Länder und Hochschulen müssen fällige Reform jetzt zügig in Angriff nehmen!

Hartmannbund begrüßt Urteil zum Numerus clausus

Berlin, (lifePR) - Der Hartmannbund hat das heute in Karlsruhe verkündete Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Numerus clausus begrüßt. „Nun sind Bund, Länder und Hochschulen gefordert, die fällige Reform des Zulassungsverfahrens zum Medizinstudium zügig in Angriff zu nehmen – hin zu einer gerechteren und stärker kompetenzbasierten Studienplatzvergabe“, sagte der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt. Das Urteil des Verfassungsgerichtes sei zwar aller Wahrscheinlichkeit nach nicht der Startschuss für eine Revolution des Systems, aber zumindest eine Richtungsentscheidung, die wichtige Impulse setze zur Implementierung kluger Instrumente zur Auswahl der „richtigen“ Bewerber – immer weiter weg von der starren Orientierung am Numerus clausus, zeigte sich auch die stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses der Medizinstudierenden im Hartmannbund, Käthe Lewicki überzeugt: „Jede andere Entscheidung des Gerichtes wäre für uns eine riesige Enttäuschung gewesen!“ Die Verfassungsrichter hatten unter anderem festgestellt, der Numerus clausus verletze die Chancengleichheit der Studierenden und sei deshalb mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Die Studienplatzvergabe im Fach Medizin müsse neu geregelt werden.

Die Medizinstudierenden im Hartmannbund fühlen sich durch das Urteil bestätigt – besonders mit Blick auf die vom Gericht angemahnte „standardisierte und strukturierte Form“ zur Wahrung der Chancengleichheit. Sie plädieren bereits lange für ein bundesweit einheitliches Zulassungsmodell, bei dem die Abiturnote nur zu einem Drittel gewertet wird. Weitere gleichrangige Komponenten sollen ein bundesweit einheitlicher standardisierter schriftlicher Test sowie ein Assessmentverfahren sein. 20 Prozent der zu vergebenden Studienplätze sollen zudem durch individuelle Auswahlverfahren der Universitäten besetzt werden können, um entsprechende Schwerpunktsetzungen der Hochschulen zu ermöglichen.

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