Montag, 20. Februar 2017


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Einigung spart Geld und Zeit

HWK-Vermittlungsstelle konnte auch 2009 wieder das Gros der Streitigkeiten ohne Einschaltung der Gerichte lösen

(lifePR) (Mainz, ) Wer kennt nicht den Ärger zwischen Verbrauchern und Handwerkern. Vermeintlich überhöhte Rechnungen oder angeblich schlampige Reparaturen veranlassen manchen Verbraucher dazu, seine Rechnung nicht zu bezahlen. Solche und andere Streitigkeiten zwischen Handwerkern und Auftraggebern lassen sich nun mal nicht immer vermeiden.

Damit diese Fälle jedoch nicht eskalieren und gar vor Gericht enden, bietet die Handwerkskammer Rheinhessen einen so genannten Vermittlungsdienst an, um beiden Partner zu einer außergerichtlichen Einigung zu verhelfen. Dass dieser gesetzliche Auftrag der Kammer gut nachgefragt wird, zeigt die Bilanz des vergangenen Jahres. 113 schriftliche Beanstandungen bzw. Anfragen sind bei der HWK eingegangen, die ganz unterschiedliche Anliegen zum Inhalt hatten. Beanstandungen bzw. Informationsbedarf gab es etwa zu Rechnungshöhe und Zahlungsunregelmäßigkeiten (55), nicht erkennbarer Gliederung von Rechnungen (9), mangelhafter oder nicht auftragskonformer Handwerksleistungen (43). Auch ging es beispielsweise um Meinungsverschiedenheiten zu Fragen der Gewährleistung (6), der Vertragsgestaltung und der Auslegung von Angebotserklärungen (15).

Von den 113 "Beschwerden" konnten 82 durch die Vermittlung der Handwerkskammer bereinigt werden, entweder durch aufklärende Informationen (23) oder indem sich Handwerker und Auftraggeber in so genannten Schlichtungsgesprächen auf einen Konsens verständigten (7). In 13 Fällen wurden unter ihrer Moderation Schlichtungserfolge durch Rechnungsnachlässe (5) und Korrekturen von mangelhaften Arbeiten (8) erzielt. 16 Eingaben mussten von der Handwerkskammer zurückgewiesen werden, da sie örtlich oder fachlich nicht zuständig war. Bei 15 Vorgängen lagen zum Jahresende 2009 noch keine Vermittlungsergebnisse vor, die Schlichtung dauerte noch an. In weiteren zehn Fällen führten die Vermittlungsbemühungen nicht zum Erfolg. 26 Handwerke bzw. handwerksähnlichen Gewerken waren von den schriftlichen Anfragen oder Beanstandungen betroffen. Vornehmlich ging es dabei um die Bereiche Bau- und Ausbau (Beispiel: Maler/Verputz 11, Installateur- und Heizungsbau 14, Maurer 13, Fliesenleger 7).

Die klare Überzahl der erfolgreichen Schlichtungen zeigt, dass dieser Service der Handwerkskammer für Auftraggeber und Handwerker unschätzbare Vorteile bietet. "Das Angebot ist nicht nur gebührenfrei, sondern jeder, der es in Anspruch nimmt, spart bares Geld, Zeit und Nerven, weil er nicht vor Gericht gehen muss", betonen dazu HWK-Justitiar Dominik Ostendorf und sein Kollege Johann Jung. Hinzu komme, dass die Beilegung einer Meinungsverschiedenheit durch Schlichtung beiden Parteien auch weiterhin ein partnerschaftliches Miteinander ermögliche.

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