Dienstag, 22. Mai 2018


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Informationen zur Ausbildung auf Arabisch

Handwerk: Integrationsberater von Bundesregierung eingeladen

Berlin / Oldenburg, (lifePR) - Wertschätzende Anerkennung für Hussein Kerri: Der Integrationsberater der Handwerkskammer Oldenburg ist von der Bundesregierung zu einem ausführlichen Radiointerview nach Berlin eingeladen worden. In der arabischsprachigen Sendung „Radio Refugee“ vom Funkhaus Europa ging es um die Berufsausbildung in Deutschland. „Da kaum ein Flüchtling etwas mit dem Begriff ‚Duales Ausbildungssystem‘ anfangen kann, war das eine sehr gute Gelegenheit, Aufklärungsarbeit zu leisten“, sagt Hussein Kerri.

Der gebürtige Libanese ist vor gut 30 Jahren nach Deutschland geflüchtet. „Ich habe mir alles selbst erarbeitet. Von der Sprache, der Lehre über den Meistertitel im Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk bis zum Berater bei der Handwerkskammer“, erklärt Kerri seinen persönlichen Hintergrund. Seit einem Jahr arbeitet er für das vom Land Niedersachsen geförderte Integrationsprojekt Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber (IHAFA). Dabei ist seine Muttersprache selbstverständlich ein großer Vorteil.

Die täglichen Argumente aus persönlichen Beratungsgesprächen in ein Mikrofon zu sprechen, das war schon ein spannende Erfahrung. Zum Einstieg erklärte Hussein Kerri, wie man eine Ausbildungsstelle findet. „Zudem habe ich deutlich gemacht, wie wichtig in Deutschland eine abgeschlossene Ausbildung ist und dass man als Fachkraft in der Gesellschaft ein hohes Ansehen hat. Viele stehen ja noch ganz am Anfang und müssen die Sprache lernen.“

Moderator Haroun Sweis erkundigte sich, wie das deutsche Ausbildungssystem aufgebaut ist, warum Praktika wichtig sind, wie man sich bei Betrieben bewirbt, wie das Jobprofil von Hussein Kerri bei der Handwerkskammer aussieht und wie er in der Region Oldenburg Flüchtlinge in Ausbildung bringt. „Von den 28 Minuten, die das Interview gedauert hat, wurden 20 Minuten gesendet“, freute sich der Interviewpartner. Er habe bereits positive Rückmeldungen erhalten und möchte den Mitschnitt bei den Flüchtlingen noch weiter verbreiten.

In dem IHAFA-Projekt haben 90 Flüchtlinge in handwerklichen Bildungswerkstätten des Oldenburger Landes eine so genannte Kompetenzfeststellung gemacht. Elf Teilnehmer konnten in eine Ausbildung, 13 in eine Einstiegsqualifizierung, 16 in eine Arbeitsstelle und 39 in andere Maßnahmen - überwiegend Sprachkurse - vermittelt werden. Alle Teilnehmer der Maßnahme werden weiter betreut, so dass sich die Zahl der Vermittlungen noch erhöhen wird. „Die Anzahl der Flüchtlinge, die bei uns das Beratungsgespräch sucht, steigt stetig. Das Handwerk ist für viele eine gute Option“, so Hussein Kerri.

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