Samstag, 16. Dezember 2017


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Umsatz unter 500.000 Euro

Ist-Versteuerung nutzen - Liquidität schonen!

Lübeck, (lifePR) - Wahrscheinlich wird Anfang Juli die Ist-Versteuerungsgrenze bei der Umsatzsteuer bundeseinheitlich auf 500.000 Euro erhöht: Das heißt, dass Betriebe ab dem Voranmeldungsmonat Juli 2009 die Umsatzsteuer erst dann an das Finanzamt abführen müssen, wenn ihr Auftraggeber die Rechnung tatsächlich bezahlt hat. Voraussetzung für die Möglichkeit der Ist-Versteuerung ist, dass der Jahresumsatz des vorangegangenen Kalenderjahres 500.000 Euro brutto (d.h. inkl. Umsatzsteuer) nicht übersteigt. Die bundesweit einheitliche Ist-Versteuerungsgrenze gilt zunächst für zwei Jahre, bis Ende 2010. Dies soll nach dem erklärten Willen der Politik der Entlastung kleiner und mittlerer Betriebe dienen und entspricht einer zentralen Forderung der Handwerksorganisationen zur schnellen Entlastung der Betriebe. "Dies ist eine sehr gute Nachricht für die Betriebe des Handwerks und stellt auch angesichts der aktuellen finanzpolitischen Situation einen großen handwerkspolitischen Erfolg dar", begrüßte Horst Kruse, Präsident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein, die Neuregelung. Angesichts von 19 % Mehrwertsteuer und der sich auch gerade aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage verschlechternden Zahlungsmoral bedeutet dies eine erhebliche Verbesserung der Liquidität der Betriebe. Die Liquidität der kleinen und mittelständischen Betriebe - auch des Handwerks - wird um 2,25 Milliarden Euro erhöht, da dieses Umsatzsteuervolumen nicht mehr wie bisher vorfinanziert werden müsse.

Beantragung beim Finanzamt

Bislang gab es diese Regelung nur für kleine Betriebe, deren Umsatz im Vorjahr unterhalb des Schwellenwertes von 250.000 Euro lag. Nunmehr kann das Finanzamt auf Antrag gestatten, dass ein Unternehmer die Umsatzsteuer nach vereinnahmten Entgelten (sogenannte Ist-Versteuerung) berechnen darf, wenn der Vorjahresumsatz eine bestimmte Grenze nicht überschritten hat. Der dabei für gewerbliche Unternehmer grundsätzlich maßgebliche Umsatzbetrag wird auf 500.000 Euro verdoppelt. Anders als bei der Versteuerung nach vereinbarten Entgelten muss die Steuer bei Anwendung des Ist-Prinzips erst dann an das Finanzamt abgeführt werden, wenn der Kunde tatsächlich bezahlt hat. Damit wird der Kreis der Berechtigten für die Ist-Versteuerung deutlich erweitert. Handwerksbetriebe sollten für sich prüfen, ob die Ist-Versteuerung Vorteile für sie mit sich bringt.

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