Dienstag, 12. Dezember 2017


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Erfolgreiche Initiative: Fortbildungszentrum der Handwerkskammer Lübeck bereitet auf die externe Gesellenprüfung vor

Lübeck, (lifePR) - Arbeitssuchende mit einschlägiger mehrjähriger Berufserfahrung in einem Handwerk, aber ohne einen anerkannten Berufsabschluss, haben kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Damit sie dennoch beruflich Fuß fassen können, bereitete das Fortbildungszentrum der Handwerkskammer Lübeck solche Arbeitssuchenden aus dem Elektrobereich auf die so genannte externe Gesellenprüfung vor. Die Maßnahme startete im Februar 2009 mit 18 Teilnehmern aus zehn Nationen. Nach einem Jahr wurde jetzt eine positive Bilanz gezogen: Zwei Drittel der Projektteilnehmer konnten im Februar 2010 nach erfolgreicher Prüfung ihre Gesellenbriefe als Elektroniker mit der Fachrichtung Gebäudeund Energietechnik entgegen nehmen.

Mit der Maßnahme richtete sich das Fortbildungszentrum zum Beispiel an Ausbildungsabbrecher und Hilfsarbeiter aus dem Elektrobereich, die nachträglich einen Berufsabschluss erlangen wollten und die nötigen Voraussetzungen für die Zulassung zur Gesellenprüfung erfüllten. Das ist der Fall, wenn sie rund 5,5 Jahre Berufserfahrung haben - also das 1,5-fache der regulären Ausbildungsdauer. Zum wichtigsten Teilnehmerkreis gehörten jedoch Migranten: Ihre im Ausland erworbenen Berufsabschlüsse und Kenntnisse sind nicht mit der in Deutschland üblichen strukturierten dualen Ausbildung vergleichbar. Sie hatten daher einen immensen Nachschulungsbedarf. Genau hier setzte das Fortbildungszentrum mit der "Vorbereitung zur externen Gesellenprüfung" an. In zwölf Monaten wurden die 18 Teilnehmer systematisch fit gemacht für die Prüfung. Sie absolvierten zudem zwei Betriebspraktika. Das Konzept des Vorbereitungskurses wurde gemeinsam mit der Elektroinnung entwickelt.

Mit seinem Engagement in der Nachqualifizierung von Berufserfahrenen ohne Abschluss gehört das Fortbildungszentrum bundesweit zu den Vorreitern. Lucie Fieber, Leiterin des Fortbildungszentrums, erläutert die Hintergründe: "Die Elektrobranche ist von einem Fachkräftemangel betroffen, der aus eigener Kraft kaum zu beheben ist. Mit der externen Gesellenprüfung bietet sich die Möglichkeit, berufserfahrene und motivierte Arbeitssuchende so zu qualifizieren, dass sie die Anforderungen an ihren Beruf voll erfüllen und im Betrieb flexibel einsetzbar sind."

Die zwölf frisch gebackenen Elektronikergesellen hoffen nun, schnell eine Arbeit zu finden. Die Chancen dafür stehen gut. Einige der Praktikumsbetriebe, bei denen Teilnehmer im vergangenen Jahr ihr Können unter Beweis stellten, sind an einer Einstellung interessiert. Außerdem stehen den Gesellen ab sofort viele Weiterbildungswege offen: zum Beispiel zur Fachkraft für Solar- oder Wärmedämmtechnik, zum Meister oder Gebäudeenergieberater.

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