Samstag, 16. Dezember 2017


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Die Konjunktur des schleswig-holsteinischen Handwerks im I. Quartal 2009

Die Geschäftslage im Handwerk ist besser als erwartet

Flensburg/Lübeck, (lifePR) - Nach dem stabilen Verlauf der Handwerkskonjunktur in den Jahren 2007 und 2008 gab es nicht den erwarteten dramatischen Einbruch zu Beginn des Jahres 2009. Die Bewertungen zur Geschäftslage der Handwerksbetriebe zeigten eher einen saisontypischen Stimmungsrückgang im Winterquartal.

Schleswig-Holstein ist weniger industrie- und exportabhängig. Das Handwerk profitiert insofern noch von einer vergleichsweise stabilen Binnenkonjunktur. Die stark rückläufigen Exporte wirken sich dagegen im Handwerk nicht so stark aus.

Rund 500 Handwerksbetriebe beteiligten sich im Land an der vierteljährlichen Konjunkturumfrage. 19 % der Betriebe beurteilen ihre Geschäftslage gut, 49 % befriedigend und 32 % schlecht (Vorquartal 30 % gut, 51 % befriedigend, 19 % schlecht).

Die weiteren Stimmungsindikatoren des I. Quartals 2009 bewegten sich etwa analog zur Bewertung der Geschäftslage, führten aber auch nicht zu einem Stimmungseinbruch.

Prognose für das II. Quartal 2009

Das schleswig-holsteinische Handwerk erwartet auch im Frühjahr 2009 keine sich verschärfende Krise. Es blickt sogar mit einem gewissen Optimismus in die nahe Zukunft, denn 23 % der Betriebe prognostizieren eine verbesserte Geschäftslage, 58 % kaum Veränderungen und 19 % eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation. Wahrscheinlich tragen die von einigen Fachleuten geäußerten positiven Erwartungen für den Herbst mit zu dieser Bewertung bei.

Auffälligkeiten aus beiden Kammerbezirken

Während die Beurteilungen zur Geschäftslage im I. Quartal 2009 im Lübecker Kammerbezirk etwas besser als in Flensburg ausfielen, blicken die Flensburger Betriebe optimistischer in das Frühjahrsquartal.

Bei den einzelnen Gewerbegruppen gab es im Vergleich zum Vorquartal deutlich unterschiedlichere Bewertungen:

Sowohl das Bauhaupt- als auch das Ausbaugewerbe erlebten den saisonal bedingten Wintereinbruch, setzen aber in das Frühjahr 2009 wieder Hoffnungen. Demgegenüber haben die industrienahen Gewerke eher pessimistische Zukunftserwartungen. Während die "Abwrackprämie" der positive Stimmungsmacher beim Kfz-Gewerbe war, differierten die Bewertungen bei den Betrieben des Nahrungsmittel- und Gesundheitsgewerbes sehr stark in den beiden Kammerbezirken. Das personenbezogene Dienstleistungsgewerbe spürte bislang nur eine moderate Konsumzurückhaltung.

Fazit

"Die erheblich schlechteren Erwartungen für das I. Quartal 2009 sind zum Glück nicht eingetreten. Es spricht aufgrund der vergleichsweise optimistischen Prognosen für das Frühjahr einiges dafür, dass das schleswig-holsteinische Handwerk mit einem "blauen Auge" durch die weltweite Wirtschaftskrise kommt", so Horst Kruse, Präsident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein.

Außerdem haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum Teil verbessert. Konjunkturpakete mit verbessertem Steuerbonus und ausgeweiteten Fördermöglichkeiten bei der Gebäudesanierung bieten Handwerksbetrieben zusätzliche Vertriebsansätze, die es zu nutzen gilt. Wenn die schleswig-holsteinischen Handwerker bei staatlichen Investitionen in Infrastruktur im eigenen Bundesland angemessen berücksichtigt werden, sollten sie in Einzelfällen sogar von der Krise profitieren können.

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