Donnerstag, 19. Oktober 2017


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Handwerk gut ins neue Jahr gestartet. Erwartungen sind optimistisch

Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Kassel; 1. Quartal 2016

Kassel, (lifePR) - „Die Stimmung im nord-, ost- und mittelhessischen Handwerk bleibt gut. Trotz saisonal geprägten Rückgängen bei Umsatz und Aufträgen ist die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage auch zum Jahresanfang positiv. Der milde Winter hat deutlichere konjunkturelle Bremseffekte verhindert. Wegen des anhaltend positiven Konsumklimas und der niedrigen Zinsen erwarten die Betriebe eine Fortsetzung der guten Konjunktur und damit auch weiter steigende Umsätze“, so der Präsident der Handwerkskammer Kassel, Heinrich Gringel, bei der Vorstellung der aktuellen Frühjahrsumfrage, die heute in der Fa. Robert Peil in Marburg präsentiert wurde.

Die aktuelle Geschäftslage wurde von 31,4 Prozent der Handwerksbetriebe mit gut (Vorjahr: 30,5 Prozent) und weiteren 50,9 Prozent (Vj.: 48,7 Prozent) mit befriedigend bewertet. Insbesondere die Erwartungen für die kommenden Monate verbreiten viel Optimismus: Insgesamt 87,3 Prozent erwarten gute bzw. befriedigende Geschäfte (Vj.: 82,5 Prozent). Somit legte der Geschäftsklimaindex der HWK Kassel im Vergleich zum Vorjahr (113,0 Punkte) deutlich um 5,4 Punkte auf 118,4 zu, das ist der beste Frühjahrswert seit 1992.

Ausbau boomt weiter, private Dienstleister hinken hinterher

Maßgeblichen Anteil an dieser positiven Entwicklung hatten insbesondere das Ausbaugewerbe, die industriellen Zulieferer sowie die Gesundheitshandwerke, während die Nahrungsmittelhandwerke den positiven Trend der letzten Monate nicht ganz fortsetzen konnten. Die Ausbauhandwerker profitieren dabei vom ungebrochen guten Privatgeschäft, die gewerblichen Zulieferer von den hohen Auftragszahlen aus der Industrie. Unzufriedener waren die Befragten im Bauhauptgewerbe, was jedoch auch der kalten Jahreszeit geschuldet war. Unterdurchschnittlich präsentierten sich die Kfz-Betriebe, doch ist der Trend aufwärts gerichtet. Deutlich gedämpfter bleibt die Situation im privaten Dienstleistungsgewerbe (v.a. Friseure), hier waren die meisten negativen Stimmen zu hören.

Auftragslage und Beschäftigtenentwicklung saisonal rückläufig

Im Durchschnitt verfügten die befragten Betriebe zwischen Januar und März über ein Auftragsvolumen von 6,6 Wochen. Die Ordereingänge verliefen jahreszeitlich bedingt auf niedrigerem Niveau als im Vorquartal, waren aber günstiger als vor zwölf Monaten: Über alle befragten Branchen hinweg berichteten 19 Prozent der Betriebsinhaber von gestiegenen und 50 Prozent von gleichgebliebenen Auftragseingängen. Die durchschnittliche Betriebsauslastung lag im Berichtszeitraum bei guten 75,6 Prozent (Vj: 72,7 Prozent). Knapp jeder vierte Betriebsinhaber sprach sogar von Vollauslastung. Die Umsätze der Betriebe waren im Vergleich zum Vorquartal rückläufig, doch waren die Rückgänge weniger stark ausgeprägt als zu dieser Jahreszeit üblich: 33,9 Prozent (Vj.: 37,9 Prozent) der befragten Handwerker beklagten in den ersten drei Monaten Umsatzeinbußen, bei 11,9 Prozent (Vj.: 11,4 Prozent) der Unternehmen steigerten sich die Umsatzzahlen, bei 54,2 Prozent (Vj.: 50,7 Prozent) blieben sie auf dem guten Vorquartalsniveau.

Hintergrund: Vierteljährlich befragt die Handwerkskammer Kassel rund 800 repräsentativ ausgewählte Betriebe aus Nord-, Ost- und Mittelhessen zur aktuellen Konjunkturentwicklung. Dabei werden sowohl weiche Indikatoren (z. B. Geschäftslageeinschätzung) als auch harte Indikatoren (Auftragseingänge, Umsätze, Beschäftigte, Investitionen u. a.) abgefragt. Der Geschäftsklimaindex errechnet sich aus dem Mittelwert der Umfrageergebnisse zur Geschäftslage und zu den Erwartungen.

Die Betriebe im nord-, ost- und mittelhessischen Handwerk haben im Berichtsquartal per Saldo Personal abgebaut, was für diese Jahreszeit nicht ungewöhnlich ist. Insbesondere die Bauhandwerke waren von dem Beschäftigtenrückgang betroffen. Insgesamt 9,2 Prozent der Betriebe (Vj.: 8,2 Prozent) haben im Zeitraum Januar bis März weitere Beschäftigte eingestellt, während 16,5 Prozent der Betriebe ihren Personalstamm reduzierten (Vorjahr: 13 Prozent). Die übrigen 74,3 Prozent der Befragten hielten ihr Personal auf dem Niveau des Vorquartals..

Handwerkskammer Kassel

Vierteljährlich befragt die Handwerkskammer Kassel rund 800 repräsentativ ausgewählte Betriebe aus Nord-, Ost- und Mittelhessen zur aktuellen Kon-junkturentwicklung. Dabei werden sowohl weiche Indikatoren (z. B. Geschäftslage-einschätzung) als auch harte Indikatoren (Auftragseingänge, Umsätze, Beschäftigte, Investitionen u. a.) abgefragt. Der Geschäftsklimaindex errechnet sich aus dem Mittelwert der Umfrageergebnisse zur Geschäftslage und zu den Erwartungen.

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