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Pressemitteilung BoxID: 343340 (Handwerkskammer Dresden)
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Handwerk fordert höheres Tempo bei Energiewende

Energetische Gebäudesanierung vorantreiben / Stromsteuer gerechter gestalten

(lifePR) (Dresden, ) Die ostdeutsche Industrie blickt immer skeptischer in die Zukunft, Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien gehen reihenweise in Insolvenz, international agierende Konzerne wie Siemens rechnen mit Stellenabbau. Laut Ifo-Index wird die Stimmung in der Wirtschaft immer schlechter. Dazu äußert sich der Präsident der Handwerkskammer Dresden, Dr. Jörg Dittrich, wie folgt: "In dieser Situation trotzt das Handwerk der Krise und wirkt mit seinen regionalen Kreisläufen stabilisierend. Es wäre aber töricht, darauf zu setzen, dass das immer so weiter geht. Die Politik muss endlich wichtige Entscheidungen treffen und darf nicht darauf setzen, im Wahljahr 2013 Geschenke zu verteilen." Dittrich mahnte, die steuerliche Absetzbarkeit der energetischen Gebäudesanierung endlich zu beschließen und energieintensive Handwerksunternehmen ebenfalls von der Stromsteuer zu befreien. "Die Handwerksbetriebe brauchen wirksame Mechanismen, die zu stabilen Aufträgen und Bürokratieabbau führen, um seine Aufgabe als stabilisierender Faktor der Wirtschaft wahrzunehmen", so Dittrich.

Der Vermittlungsausschuss von Bund und Ländern hat im Streit um die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung noch immer keine Entscheidung getroffen. Rund 70 Prozent der Gebäude, die vor 1979 gebaut wurden, haben keine Dämmung, bei weiteren 20 Prozent ist sie unzureichend. "Wir erwarten mit Spannung den angekündigten 10-Punkte-Plan von Bundesumweltminister Altmaier zur Energiewende. Eine Abwrackprämie für Heizkessel wäre ein Schritt in die richtige Richtung, aber es müssen weitere folgen", so Dittrich.