Dienstag, 21. Februar 2017


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Umweltzone: Lieferschwierigkeiten bei Feinstaubfiltern sorgt für Bürokratieaufwand

(lifePR) (Berlin, ) Am ersten Januar 2010 tritt die zweite Stufe der Umweltzone in Kraft. Doch viele Handwerksbetriebe warten noch immer auf die Lieferung der benötigten Rußpartikelfilter, da bei vielen Filterherstellern erhebliche Lieferengpässe bestehen. Die betroffenen Fahrzeuginhaber müssen deshalb Ausnahmeanträge bei den Bezirken stellen. Die Handwerkskammer fordert den Berliner Senat daher auf, den Vollzug der zweiten Stufe der Umweltzone bis Ende Februar 2010 auszusetzen. So könnten unnötige Behördengänge vermieden werden.

Für Fahrzeuge, die nicht nachrüstbar sind, hatten Handwerkskammer und Kfz-Innung zusammen mit den anderen Wirtschaftverbänden im Sommer ein vereinfachtes Verfahren ausgehandelt: Eine Bescheinigung von TÜV oder DEKRA sorgt hier für freie Fahrt. Fahrzeuge jedoch, die wegen der aktuellen Verzögerungen nicht rechtzeitig nachgerüstet werden können, fallen nicht unter dieser Regelung. Besonders für die Besitzer von Fahrzeugen mit gelber Plakette schaffen die Lieferprobleme der Filterhersteller einen zusätzlichen Aufwand.

"Hier brauchen wir eine wirtschaftsfreundliche Handhabe des Senats", so Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Berlin. "Die Betriebe dürfen nicht dafür bestraft werden, dass die Nachrüsttechnik noch nicht verfügbar ist. Der bürokratische Aufwand für die ohnehin überlasteten Bezirksämter steht in keinem Verhältnis zu der kurzen Übergangszeit bis zur Lieferung der Filter. Wir fordern den Senat auf, Sanktionen in Bezug auf die zweite Stufe für zwei Monate auszusetzen ? zur Entlastung aller."

Viele Handwerker waren aufgrund des Fahrverbots innerhalb der Umweltzone gezwungen, ihre Fahrzeugflotte zu modernisieren und in neue Fahrzeuge oder Nachrüstungen zu investieren. Damit entsprechen die meisten betrieblich genutzten Fahrzeuge jetzt den Anforderungen der Euro-4-Norm. "Mit diesen Vorleistungen vor anderen Regionen hat das Berliner Handwerk erheblich in den Umweltschutz investiert. Die Betriebe müssen sich jetzt darauf verlassen können, diese neuen oder nachgerüsteten Fahrzeuge entsprechend ihrer technischen Lebensdauer nutzen zu können", so Wittke.

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