Dienstag, 24. Oktober 2017


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Mobil das Klima schützen: "Slow motion" oder "fast and cool"?

Berlin, (lifePR) - Bei der ersten öffentlichen Veranstaltung unter dem Dach des Stadtvertrags Klimaschutz, die am 25. November in der Alten Kantine in der Kulturbrauerei stattfand, prallten verschiedene Welten aufeinander. Heiko Bruns von autofrei leben! e.V. erhitzte die Gemüter ebenso wie der Unternehmer und Erfinder Stefan Gulas. Letzterer hat eine Mischung aus einem schnellem E-Motorrad und einem klimaverträglichen Hybridrad entwickelt und rast damit mit 80 km/h durch die Stadt. "Slow motion und einfach mal auf Mobilität verzichten" contra "Klimaschutz muss cool und sexy werden" war denn auch eines der Themen, die intensiv debattiert wurden. Und das Publikum sprach engagiert mit.

Auch wenn die Talkgäste alle einen besonderen Bezug zum Thema Mobilität hatten, hätten sie unterschiedlicher nicht sein können: Ulrike Saade hat zahlreiche fahrradpolitische Projekte und Kampagnen initiiert - darunter auch die Messe fahrrad.markt.zukunft, welche am kommenden Wochenende erstmals in Berlin stattfindet. Karsten Schulze von Haru Reisen hatte hingegen eine etwas traurigere Geschichte vorzuweisen. Haru Reisen betrieb im Auftrag der BVG neun umweltverträgliche Erdgasbusse. Nachdem ihm der Vertrag gekündigt wurde, musste er fast 30 Mitarbeiter entlassen und die Erdgasbusse verkaufen. Da half ihm auch die Unterstützung von Franziska Eichstädt-Bohlig von Bündnis90/Die Grünen, die als Initiatorin des Stadtvertrags ebenfalls im Publikum saß, nicht. Eckart Schenk, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Berlin, brachte noch eine fünfte Perspektive hinzu: Als Forscher und Privatperson engagiert er sich für unkonventionelle und alternative Formen der umweltverträglicheren Mobilität auf dem Lande. In diesem Zusammenhang hat er zum Beispiel den ersten Bürgerbusverein in Gransee initiiert, den er auch wissenschaftlich begleitet.

Klimaverträgliche Mobilität lebt vom dem Engagement einzelner Personen und kann auf ganz unterschiedliche Weise stattfinden. Dabei gibt es oft Entscheidungsspielräume, die wir im Alltag gar nicht mehr wahrnehmen. Für all diejenigen die das Stadtgespräch Klimaschutz verpasst haben, wird ab Anfang Dezember ein kurzer Tonmitschnitt auf der Internetseite www.stadtvertrag-klimaschutz.de zu hören sein. Dort finden sich auch zahlreichen Anregungen und Tipps für Berliner Bürger und Unternehmen, die den Klimaschutz in unserer Stadt voranbringen möchten.

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