Handwerk heißt Flüchtlinge willkommen, fördert und fordert Integration und bietet Perspektiven

(lifePR) ( Kiel, )
Während der Kieler Landtag heute über die aktuelle Flüchtlingspolitik diskutiert, geht das Handwerk im Norden einen großen Schritt auf die Flüchtlinge in Schleswig-Holstein zu: "Wir heißen jeden einzelnen von ihnen hier bei uns willkommen und wünschen uns, dass sie hier den Frieden und die Freiheit finden, die sie in ihren Heimatländern leider nicht finden. Das Handwerk sieht es als eine seiner Verpflichtungen an, hier zu helfen", so Ulrich Mietschke, Präsident von Handwerk Schleswig-Holstein e.V.

Über das hinaus, was Politik und Verwaltung pflichtgemäß zu leisten hätten, sieht Mietschke die Rolle des Handwerks im Integrativen. "Wir sind in der Verantwortung, Flüchtlinge zu integrieren und sie in der Mitte unserer Gesellschaft aufzunehmen", erklärt Mietschke. Zur Integration zählt für den Präsidenten der Vereinigung der Fachverbände und Kreishandwerkerschaften auch, Flüchtlingen eine Perspektive zu bieten: "Im Handwerk hat bekanntlich die Wanderschaft eine lange Tradition, daher ist es seit jeher guter Brauch, dass nicht die Herkunft zählt. Stattdessen zählt bei uns, wo man hin will." Ob Auszubildender, Facharbeiter, Meister oder Ingenieur: "Wer als Flüchtling eine Zukunft in Deutschland sucht, kann diese bei uns im Handwerk finden." Das gelte im übrigen auch für die zahlreichen Mitmenschen in Deutschland mit Migrationshintergrund: "Sie alle sind herzlich eingeladen, ihr berufliches Fundament im Handwerk zu errichten."

Dass derlei Einladungen in der Wirklichkeit mit Problemen behaftet sind, ist Mietschke bewusst: "Wir fordern daher von Bund und Land ein viel stärkeres Engagement in der Förderung von Sprachkenntnissen. Nur, wer sich mit seinen Mitmenschen und Kollegen verständigen kann, hat eine reelle Chance auf Integration und eine berufliche Existenz. Deshalb brauchen wir noch mehr Angebote zum zügigen allgemeinen und berufsbezogenen Spracherwerb."

Des weiteren muss sichergestellt werden, dass Flüchtlinge eine in Deutschland begonnene Berufsausbildung unabhängig vom Bleiberechtsstatus zu Ende führen können. Speziell für kleinere Betriebe wünscht das Handwerk sich hier Ansprechpartner seitens des Landes, die professionell bei Ausbildungs- und Integrationsfragen helfen können. Mietschke: "Die Betriebe dürfen an dieser Stelle von der Politik nicht allein gelassen werden."

Ebenenübergreifend wünscht Handwerk Schleswig-Holstein sich eine funktionierende Abstimmung: "Aus unserer Sicht gilt es jetzt mehr als je zuvor, die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure von Ministerien und Behörden auf Bundes- und Landesebene bis zu den verschiedensten Akteuren vor Ort zu verbessern, damit stets schnelle und pragmatische Lösungen im Interesse der Flüchtlinge, Zuwanderer und Betriebe gefunden werden können. Gelingt uns dieses, haben wir die große Chance, viele neue Fachkräfte für das Handwerk zu gewinnen und vor allem: Flüchtlingen eine neue Heimat zu bieten", so Ulrich Mietschke abschließend.
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