Handwerk: Bürokratieaufwand beim Mindestlohn ist Kostentreiber für Betriebe

(lifePR) ( Kiel, )
Zur Landtags-Diskussion um den Abbau bürokratischer Belastungen beim Mindestlohn kommentiert heute der Präsident von Handwerk Schleswig-Holstein e.V., Ulrich Mietschke: "Ich bedauere, dass die Koalitionsfraktionen den Antrag der CDU abgelehnt haben, zumal der Antrag den einheitlichen Mindestlohn als solchen nicht in Frage stellt. Klug wäre es gewesen, sich zumindest im Ausschuss mit den Folgen des Mindestlohns zu befassen."

Das Schlimmste am Mindestlohn sei nicht einmal die Höhe von 8,50 Euro. Das sei für die allermeisten Handwerksbetriebe gar keine Diskussion, weil sie ohnehin tarifvertraglich höhere Löhne zahlten. Viel schlimmer sei jedoch der Bürokratisierungs- und Regulierungswahnsinn, der mit diesem Gesetz verbunden ist. Alle Betriebe würden unter Generalverdacht gestellt, den Mindestlohn unterlaufen zu wollen.

So beklagt Mietschke für die Vereinigung der Fachverbände und Kreishandwerkerschaften im Land die enorme Fülle an Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten: "Wer sich das ausgedacht hat, hat keine Ahnung davon, wie der Alltag eines Betriebes aussieht. Ich lade jeden, der an diesem Gesetz mitgewirkt hat, herzlich ein, mal einen oder mehrere Tage in unseren Betrieben zu verbringen. Dann wird jeder schnell sehen, wie sein Gesetz an der betrieblichen Realität vorbeigeht und bei den Betrieben ausschließlich Kosten verursacht."

Vor dem Hintergrund der aktuell guten wirtschaftlichen Lage könne man den Eindruck gewinnen, dass der Bürokratie- und Regulierungswahnsinn rund um das Mindestlohngesetz "uns Freude und Spaß an der selbstständigen unternehmerischen Tätigkeit nehmen soll", so Mietschke weiter. "Aber wenn wir nicht aufpassen und die Politik die Stellschrauben der Bürokratie und Regulierung immer weiter anzieht, wird Wachstum schon sehr bald ausgebremst werden. Sie kennen alle die alte Handwerksweisheit: Nach "fest" kommt "ab". Leider gewinne ich immer mehr den Eindruck, dass wir uns kurz vor "ab" befinden." Handwerk Schleswig-Holstein e.V. unterstützt daher jegliche Bemühung der Politik, bürokratische Belastungen abzubauen. "Wer das durchbekommt, verdient einen Sonderpreis", erklärt Mietschke abschließend.
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