Mittwoch, 22. Februar 2017


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Planung der Y-Trasse zügig fortsetzen: IHK Nord appelliert an die Bundesregierung

(lifePR) (Bremen, ) Die IHK Nord hat die Forderung der Wirtschaft nach einer zügigen Umsetzung der sogenannten Y-Trasse zwischen Hannover, Bremen und Hamburg bekräftigt. Die 13 Industrie- und Handelskammern begrüßen deshalb das klare Bekenntnis zu dem Projekt, das der aus Cuxhaven stammende Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, in einem Interview gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung abgegeben hat. Darin hatte Ferlemann zuvor aufgekommenen Gerüchten um eine Verschiebung des Vorhabens eine klare Absage erteilt.

Aus Sicht der norddeutschen Industrie- und Handelskammern ist die geplante Eisenbahn­neubaustrecke unverzichtbarer Bestandteil der zukünftigen Hinterlandinfrastruktur der deutschen Seehäfen. Nur hierdurch werde es möglich, den schnellen Personenfernverkehr vom Güterverkehr zu trennen und mehr Güter auf die Schiene zu bekommen. Die bestehenden Verbindungen seien dem erwarteten Verkehrsaufkommen nicht gewachsen. Der konjunkturell bedingte und deshalb nur vorübergehende Rückgang im Gütermengen- und Containeraufkommen dürfe keinesfalls dazu führen, den volkswirtschaftlich zwingend erforderlichen Neubau der Y-Trasse auf die lange Bank zu schieben. Ertüchtigungsmaßnahmen von Nebenstrecken könnten niemals diese Magistrale ersetzen. Die Verkehrsanbindungen müssten jetzt für die prognostizierten Gütermengen fit gemacht werden. Andernfalls drohe ein Bedeutungsverlust gegenüber anderen europäischen Hafenstandorten. Aber auch unter dem Aspekt des Umweltschutzes sei es wichtig, mit attraktiven Bahnangeboten mehr Autofahrer zum Umsteigen zu bewegen.

Der Bund hatte den zugesagten Planungszuschuss wegen einer anstehenden Überprüfung des Bundesverkehrswegeplans gestoppt. Diese Überprüfung, so die IHK Nord, müsse schnellstmöglich abgeschlossen werden, um Verzögerungen glaubhaft auszuschließen.

Handelskammer Bremen

Die IHK Nord ist ein Zusammenschluss 13 norddeutscher Industrie- und Handelskammern aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Sie vertritt mehr als 600.000 Unternehmen in Norddeutschland und stützt sich auf rund 20.000 ehrenamtlich engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer. Arbeitsschwerpunkte sind die Hafenwirtschaft, die maritime Technologie, die Verkehrsinfrastruktur, die Tourismuswirtschaft und die Industrie.

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