Mittwoch, 20. September 2017


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Faktencheck Radenbach: Trinkwasserförderung legt keine Gewässer trocken

Hamburg, (lifePR) - Anlässlich der diesjährigen Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft Grundwasserschutz Nordheide, IGN, behaupteten Vertreter der IGN, dass der Oberlauf des Radenbachs trocken gefallen sei. Wie die Buchholzer „Kreiszeitung Wochenblatt“ über die Veranstaltung vom 8. Juli berichtet, bezieht sich die IGN dabei auf eine Gewässerstrecke zwischen Undeloh und Sudermühlen. Zudem befürchte die IGN einen Zusammenhang mit der Grundwasserförderung des Wasserwerks Nordheide. HAMBURG WASSER hat das zum Anlass genommen, den Zustand des Bachs und seiner Zuflüsse im fraglichen Abschnitt zu begutachten und stellt dazu zweierlei fest: Erstens, die Behauptung, der Oberlauf des Radenbachs sei trocken gefallen, trifft nicht zu. Zweitens, zwischen den Quellen des Radenbachs und den Grundwasserleitern, die HAMBURG WASSER nutzt, besteht kein hydraulischer Zusammenhang.

Dass Gewässer wie der Radenbach saisonal variierende Wasserstände aufweisen, ist kein ungewöhnliches Phänomen. Mit der Grundwasserförderung hat das im Bereich des Radenbachs aber nichts zu tun, wie hydrogeologische Gutachten bestätigen. Der Grund:  Die Quellen des Radenbachs befinden sich im Bereich sogenannter schwebender Grundwasserkörper. Dabei handelt es sich um oberflächennahe Grundwasserlinsen, die keine hydraulische Verbindung zu den tief liegenden Grundwasserleitern haben, aus denen HAMBURG WASSER Grundwasser fördert. Eine Beeinflussung durch die Wasserförderung kann deshalb ausgeschlossen werden. Ausschlagegebend für variierende Wasserpegel sind die Niederschlagsmengen insbesondere der Wintermonate.

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