Dienstag, 24. April 2018


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2:6 gegen München: Sechs unbeantwortete Tore

Bergisch Gladbach, (lifePR) - Nach der herben 4:7-Niederlage gegen den AEV trat der KEC heute in einer mit über 14.000 Zuschauern gefüllten heimischen Arena gegen den EHC München an. Der Mannschaft bot sich die Möglichkeit Wiedergutmachung zu betreiben, hatte Clouston ihre Leistungsbereitschaft doch zuletzt als „inakzeptabel“ bezeichnet.

Dies gelang den Haien nur phasenweise. Nach einer 2:0-Führung konnte München sechs Tore in Folge und Köln kein Tor mehr erzielen. Neben deutlichen Auflösungserscheinungen in der Mannschaft quittierten auch die Fans die 2:6-Niederlage der Mannschaft erstmals deutlich mit ihren Mitteln.

Die Haie bestrafen Münchener Fehler

Der EHC München startete besser in die Partie. Früh musste Peters auf der Hut sein und sich den ersten Schüssen des Meisters erwehren. So prüften bereits Matsumoto, Seidenberg, Wolf und Jaffray den Kölner Goalie bis zur 5. Spielminute. Das erste deutliche Ausrufezeichen der Haie in Spielminute 9: Der Münchener Goalie Aus den Birken konnte im Torraum die Scheibe lange nicht festhalten. Kai Hospelt rauschte heran, den Puck aber nur mit einem Kick in das Tor befördern. Der Videobeweis versagte folglich den Haien das 1:0.

München mit mehr Scheibenbesitz, doch die Haie machten das Beste daraus und bestraften Münchener Fehler in der Offensive. So konnte der KEC den Puck an der eigenen blauen Linie erobern, Hanowski mit dem nachfolgenden Schütz 2-auf-0 laufen und eiskalt zum 1:0 versenken. Nur 31 Sekunden später der erneute Fehlpass der Münchener an der blauen Linie der Haie. Diesmal sprintete Ryan Jones der Scheibe hinterher und erreichte sie gerade in Schussweite – und netzte mit einem mächtigen Onetimer zum 2:0 ein (beide Szenen in der 11. Spielminute).

In der Folge wurde die Partie ruppiger und wilder, die Zahl der Auseinandersetzungen und Strafen nahm zu, doch keine Mannschaft konnte Kapital hieraus schlagen. Doch Freud und Leid liegen oft nah beieinander. So traf erst Ehrhoff die Latte traf, dann Kahun fast im Gegenzug 7,1 Sekunden vor dem Ende des Drittels aus dem Nichts zum 2:1-Anschlusstreffer. Peters hatte die Scheibe die Bande entlang geschickt, wo sie Abeltshauser aufsammeln und Kahun von hinter dem Tor bedienen konnte. Dieser erzielte reichlich unbedrängt sein zweites Saisontor (20. Spielminute).

Köln bricht ein, München zieht davon

Die ersten sieben bis neun Minuten des zweiten Drittels neutralisierten sich beide Mannschaften.  Die Konsequenz der Haie im ersten Drittel hatte München offensichtlich etwas zum Nachdenken gegeben. Die Haie hingegen hatten etwas Selbstbewusstsein getankt; konnten sich durchaus in vielen Zweikämpfe durchsetzen. Wirklich zwingende Chancen entstanden jedoch weder für die Haie, noch für den EHC. Doch: zunehmend konnte der EHC das Heft in die Hand nehmen.

In Spielminute 34 dann der Genickbruch der Haie in dieser Partie: Jerome Flaake eroberte die Scheibe, zog auf der linken Seite in das Offensivdrittel. Dort bediente er zentral Christensen, welcher auf Hager weiterleitete, der von der rechten Seite aus direkt abzog und zum 2:2 traf. Die Münchener konnten aus diesem Tor ad hoc enormes Selbstbewusstsein tanken – mit dem KEC verhielt es sich genau andersherum. Nach einem Puckverlust der Haie kommt die Scheibe über zwei Stationen zu Frank Mauer, der wiederum reichlich unbedrängt aus dem Bullypunkt zum 2:3 traf (36. Spielminute). Nur eine Minute später konnte München den 3:1-Konter laufen  – und Peters mit einer spektakulären Parade den Abschluss entschärfen. Doch: Die Scheibe blieb zwischen seinen Beinen frei spielbar liegen. Da sämtliche Kölner einen Schritt zu langsam waren oder an der Situation vorbeifuhren, hatte Macek alle Zeit der Welt um in den Torraum zu fahren und die Scheibe einzunetzen. Eiskalt hatte München das Momentum genutzt, war gewachsen und setzte sich so b, während Köln einbrach und zunehmend nur noch hinterherschaute.

Kurz darauf ein Lebenszeichen der Haie: Schütz konnte sich durchsetzen und nach dem Rebound abziehen, doch Aus den Birken zeigte einen guten Reflex und machte mit einem Pad-Save die Chance zunichte (39. Minute).

Müllers Weckruf verhallt ungehört

Ein Lebenszeichen versuchte auch Moritz Müller zu setzen. Die Nummer 91 der Haie, der heute Geburtstag feierte, blockte bei einem Münchener Angriff Pinizotto weg und nach einem kurzen Wortgefecht flogen die Fäuste. Offensichtlich hatte Müller die Konfrontation gesucht, um Emotionen zu schüren und so muss auch seine Geste in Richtung seiner Bank nach dem Fight gedeutete werden.

Doch: Sein Weckruf verhallte weitgehend ungehört. Im Gegenteil: Nur Sekunden nach der Szene die nächste Großchance für München, die zuvor die Haie-Defensive aushebeln durften, doch Hospelt konnte Frank Mauers Schuss blocken (43. Spielminute). Nur eine Minute später entschloss sich Gogulla in der Rückwärtsbewegung lieber den Passweg dichtzumachen und Wolf nicht anzugreifen – und konnte sich bei Peters bedanken, der wieder einmal durch einen starken Save ein Gegentor verhinderte.

Während auf dem Eis das Spielgeschehen verflachte, eröffnete Pinozotto eine zweite Front, indem er erst mit Müller, dann regelmäßig mit dem Publikum kommunizierte. Die Haie auf dem Eis mühten sich und fanden doch wieder einen Weg in die Offensive, doch Aus den Birken konnte alle Scheiben festhalten (46.-48. Spielminute). Doch gerade, als man den Haien irgendeinem Weg zurück ins Spiel zutraute, agierte München.

Zum wiederholten Male am heutigen Abend konnte München im Rücken von Peters von der Bande aus den Pass in den verlängerten Slot spielen, wo Macek schnell reagieren, einlaufen und – unbedrängt vom räumlich wie mental entfernten Lalonde – zum 5:2 einnetzen konnte.

Die Halle verstummte nun völlig und die Fans legten eine Stille an den Tag, wie sie dem heutigen Volkstrauertag angemessen erschien. Die absolute Stille schlug in Sarkasmus um, als Kahun zwei Haie in der Offensive auf sich ziehen und so Christensen den freien Schuss auf der linken Seite ermöglichte. Es war das 6:2 für München und die Haie-Fans applaudierten München (53. Minute).

Waren die Haie nicht zuvor schon eingebrochen, so etablierten sie nun eine neue Qualität, indem sie den Backcheck sichtbar vernachlässigten. Dies bedeutet in letzter Konsequenz, dass die Mannschaft ihren Torhüter, der heute viele gute Saves zeigte und die Haie heute lange Zeit im Spiel gehalten hatte, im Stich ließ. Das physische Spiel entfiel in den letzten Minuten vollständig. Einzelne Spieler schnappten sich die Scheibe und versuchten sich an brotlosen Einzelaktionen, wie etwa Uvira (56.) und Ryan Jones (57. Spielminute).

Am Ende des Tages steht eine 2:0-Führung, die einer spielerisch konsequenten, überzeugtenden Phase entsprang. Sie wird überschattet von sechs unbeantworteten Gegentoren, welche gegen Ende der Partie in regelrechten Auflösungserscheinungen der Mannschaft gipfelten. Ein gebrauchter Tag für die Mannschaft der Kölner Haie, das Trainerteam, die sportliche Leitung, die Gesellschafter und die Fans der Kölner Haie.

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