Gerade erschienen: JAHRBUCH FERNSEHEN 2012

Bemerkenswerte Essays, exemplarische TV-Kritiken und lückenloser Serviceteil

(lifePR) ( Marl / Berlin, )
Bemerkenswerte Essays, ein aufschlussreiches Interview zur Medienpolitik, einen außergewöhnlichen Rückblick auf das vergangene Fernsehjahr, exemplarische TV-Kritiken und einen lückenlosen Serviceteil für die Kommunikationsbranche präsentiert das gerade erschienene JAHRBUCH FERNSEHEN 2012.

Im Essayteil beschäftigt sich Holm Friebe mit der Zukunft des Fernsehens aus der Generationenperspektive der "Digital Natives" und fragt, ob nicht gerade Verweisstrukturen und Filter im Netz die Programmdirektoren ersetzen. Empfehlungen von Peergroups könnten Auffindbarkeit und Wahrnehmung von Qualität und Relevanz begünstigen. Katja Herzog untersucht in ihrem Essay den TV-Krimi als das dominierende Genre mit Kleinst-Nenner-Garantie im deutschen Fernsehen. Um insbesondere bei jüngeren Zuschauern dem fortschreitenden Bedeutungsverlust des Fernsehens entgegenzuwirken, braucht es nach ihrer Auffassung Genrevielfalt, Stoffe und Themen aus dem Leben sowie auf Augenhöhe mit dem Zuschauer.

Für Jakob Augstein ist das Netz die Sendeform der Zukunft. Angesichts dessen hält er den Kampf zwischen den Verlagen und dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen und damit auch den berühmt-berüchtigten "12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag" für ein großes Missverständnis. Peer Schader kritisiert, dass in Dokusoaps und Unterhaltungsshows der Privatsender Menschen systematisch bloßgestellt und vor einem Millionenpublikum blamiert werden. Er befürchtet, dass sich hierdurch eine Fernsehkultur etabliert, in der Einfalt sowie die realen Sorgen der Protagonisten ausgenutzt werden, um Zuschauer zu amüsieren.

Gerd Scobel warnt davor, das "We are the Digital Natives"- Fähnchen zu schwenken und plädiert dafür, den Charakter des Fernsehen als ästhetisch und inhaltlich eigenständiges Medium zu bewahren. Uwe Kammann verfasste anlässlich des 70. Geburtstags des renommierten Altmeisters des Doku-Drama-Genres Heinrich Breloer eine Hommage, in der er nicht nur dessen vielschichtiges filmisches Werk beleuchtet, sondern ihn auch als begnadeten Strukturalisten portraitiert, durch den Biographien, Konstellationen und Situationen verstehbar gemacht werden.

Im Interview fordert Edmund Stoiber, der in seiner Amtszeit als bayerischer Ministerpräsident Medienpolitik maßgeblich als "Standortpolitik" für Bayern betrieben hatte, angesichts der Internet-Entwicklung ganz neue Ansätze: "Netzpolitik heißt, auf einem völlig neuen Level die Chancen und Risiken digitaler Kommunikation zu diskutieren. Man kann sie aber von der Medienpolitik nicht trennen."

Das JAHRBUCH FERNSEHEN, so auch die Außeneinschätzung, "bündelt die treffendsten Analysen mit den kreativsten Kritiken und zahllosen Hintergrundinformationen zum Genre" (Spiegel Online) und ist mit seinem aufwändigen und aktuellen Service- und Adressenteil "unverzichtbarer Wegbegleiter durchs Jahr" (NZZ) und anerkannte Standardpublikation der deutschen TV-Landschaft. Es erscheint seit 1991.

Die Herausgeber - das Grimme-Institut, die Deutsche Kinemathek, die "Funkkorrespondenz", das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik und das Institut für Medien- und Kommunikationspolitik - bürgen für die journalistische Qualität und medienpolitische Unabhängigkeit der Publikation.

Das JAHRBUCH FERNSEHEN 2012 hat einen Umfang von 584 Seiten und kostet 34,90 Euro. Zu bestellen ist es unter info@jahrbuch-fernsehen.de.
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