Montag, 23. April 2018


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Freie Gedanken für eine freie Zeit

Wissenschaft für die Weihnachtszeit: Audio-Video-Podcasts über das besondere Verhältnis von Mensch und Meer, zur Frage, wie wir mit Jugendkriminalität umgehen sollten und welche Schrift die beste der Welt ist

Ladenburg, (lifePR) - Für die ruhigeren Tage zwischen den Jahren hat die Daimler und Benz Stiftung allen am Thema Wissenschaft Interessierten wieder drei Audio-Video-Podcasts zusammengestellt. Die Vorträge entstammen ganz unterschiedlichen Forschungsdisziplinen und wurden während des letzten halben Jahres innerhalb der Vortragsreihen der Stiftung gehalten.

Die Einzelvorträge finden Sie unter

www.youtube.com/user/DaimlerBenzStiftung

Vortrag Nr. 1

Mensch und Meer – Die Zukunft des Ozeans

Prof. Dr. Martin Visbeck / Haus Huth, 20. September 2017

Zwei Drittel der Erdoberfläche bedeckt der Ozean. Das größte zusammenhängende Ökosystem unseres Planeten beeinflusst nicht nur das Klima maßgeblich. Auch die Zukunft der Menschen wird von ihrem Umgang mit dem Ozean abhängen: Er birgt eine immense biologische Vielfalt, wichtige Nahrungsquellen, liefert Energie, dient dem internationalen Handel sowie der Erholung. „Lange Zeit hielten die Menschen diese Leistungen des Ozeans für unerschöpflich und kostenfrei“, konstatiert der Meeresforscher Martin Visbeck.

„Die vergangenen Jahrzehnte haben jedoch gezeigt, dass auch ozeanische Ressourcen endlich und marine Ökosysteme verwundbar sind.“ Die rasant wachsende Weltbevölkerung, die zunehmende Verschmutzung und der Klimawandel zeigen Wirkung: Die Wassertemperatur, der Meeresspiegel und der Säuregrad steigen wird wärmer, höher und versauert. Ein besseres Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Ozean und Mensch wird nur durch internationale Zusammenarbeit von Wissenschaft und Politik sowie der Wirtschaft ermöglicht.

Zur Person: Martin Visbeckist Professor für physikalische Ozeanographie am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und Sprecher des Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Datenerhebung im Ozean, den Zusammenhang von Ozeanzirkulation und Klimadynamik und Strategien für einen nachhaltigen Umgang mit dem Ozean.

Vortrag Nr. 2

Was ist Jugendkriminalität und wie gehen wir mit ihr um?

Prof. Dr. Dieter Dölling / Mercedes-Benz Museum Stuttgart, 27. September 2017

Wird von schweren Straftaten junger Menschen berichtet, löst dies in der Bevölkerung oft tiefe Besorgnis aus. Dahinter steht vielfach die Annahme, die Jugendkriminalität von heute sei die Erwachsenenkriminalität von morgen. Doch es bedarf eines genaueren Hinsehens: Was ist aus juristischer und empirischer Sicht überhaupt unter Jugendkriminalität zu verstehen? Und daran anknüpfend: Wie geht unsere Gesellschaft mit straffälligen Jugendlichen um und welche Möglichkeiten der Prävention stehen zur Verfügung? In seinem Vortrag erläutert Dieter Dölling sowohl die Daten amtlicher Kriminalitätsstatistiken als auch Befunde der Dunkelfeldforschung, die sich mit unentdeckt gebliebenen Vergehen befasst.

Zur Person: Dieter Dölling studierte Rechtswissenschaft und lehrte an den Universitäten Göttingen und Erlangen-Nürnberg als Professor für Strafrecht und Kriminologie. Seit 1990 ist er Direktor des Instituts für Kriminologie der Universität Heidelberg. Von 2010 bis 2011 war er Präsident der „Kriminologischen Gesellschaft“, darüber hinaus ist er u. a. Mitherausgeber der Zeitschrift „Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie“.

Vortrag Nr. 3

Die beste Schrift der Welt

Prof. Dr. Florian Coulmas / Mercedes-Benz Museum Stuttgart, 5. Dezember 2017

Weltweit finden sich heute mehrere Hundert Schriften. Die Schrift stellt eine der größten zivilisatorischen Errungenschaften dar. Sie ist so prägend, dass wir uns eine Gesellschaft ohne Schrift gar nicht vorzustellen vermögen. Wie ist es zu dieser Vielfalt gekommen? Worin unterscheiden sich Schriften? Und: Sind manche besser als andere? Um diese Fragen zu beantworten, kehrt Coulmas zu den ersten Schreibübungen der Menschheit zurück. Er betrachtet jene ursprünglichen Schriftsysteme und geht der Frage nach, wie und weshalb sie sich verändert haben.

Zur Person: Florian Coulmas ist Senior-Professor für Japanische Gesellschaft und Soziolinguistik am Institut für Ostasienwissenschaftender Universität Duisburg-Essen. Er forschte und lehrte an verschiedenen Universitäten in Japan, USA und Deutschland und war von 2004 bis 2014 Direktor des Deutschen Instituts für Japanstudien in Tokio. 2016 wurde Coulmas mit dem Meyer-Struckmann-Preis ausgezeichnet.

Gottlieb Daimler- und Karl Benz-Stiftung

Impulse für Wissen - die Daimler und Benz Stiftung verstärkt Prozesse der Wissensgenerierung. Ihr Fokus richtet sich dabei auf die Förderung junger Wissenschaftler, fachübergreifende Kooperationen sowie Forschungsprojekte aus sämtlichen wissenschaftlichen Disziplinen. Die operativ tätige und gemeinnützige Stiftung zählt zu den großen wissenschaftsfördernden Stiftungen Deutschlands.

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