"Land in Sicht" gewinnt Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts

(lifePR) ( München, )
Der Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts 2013 geht an Judith Keil und Antje Kruska für ihren mitreißenden und sensiblen Dokumentarfilm "Land in Sicht". Die Verleihung fand am 2. November im Rahmen des Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm statt. Der Siegerfilm wird vom Goethe-Institut angekauft, in zehn Sprachen untertitelt und weltweit dem Publikum präsentiert. Als besondere Überraschung dürfen sich die drei Protagonisten aus dem Jemen, dem Iran und aus Kamerun über einen Deutschkurs des Goethe-Instituts freuen.

Seit 2003 ehrt das Goethe-Institut eine herausragende filmische Arbeit mit seinem Dokumentarfilmpreis. Der diesjährige Preis wurde am Samstag im Rahmen der Preisverleihung von DOK Leipzig an "Land in Sicht" von Judith Keil und Antje Kruska verliehen. "Land in Sicht" wurde von der Jury aus vierzehn aktuellen Dokumentarfilmen ausgewählt. "In der aktuellen Diskussion um die Migration nach Europa zeigt dieser Film auf sehr einfühlende Art und Weise die täglichen Probleme, mit denen Flüchtlinge in Deutschland konfrontiert werden. Durch feinen Humor und genaues Hinschauen schafft es der Film, in Augenhöhe mit den Protagonisten ein facettenreiches Panorama vom Zusammenleben zwischen Deutschen und Migranten in einer deutschen Kleinstadt zu zeichnen. Mit Hartnäckigkeit und viel Empathie dringen die Regisseurinnen bis in das Herz der deutschen Bürokratie vor", heißt es in der Jurybegründung.

Neben cineastischen Kriterien war gerade der Deutschlandbezug in Verbindung mit einer universellen Thematik ausschlaggebend, die es ermöglicht, den Film weltweit zu zeigen. Als besondere Überraschung erhalten auch die drei Protagonisten aus dem Jemen, dem Iran und aus Kamerun jeweils ein Deutschkurs an einem hiesigen Goethe-Institut.

Zu der Jury unter Leitung des Regisseurs und Autors Uli Gaulke zählten Filmfachleute aus den Reihen des Goethe-Instituts: Maren Niemeyer (Regisseurin und Referentin für Fernsehen, Hörfunk und Medienkooperationen/Zentrale), Marc-André Schmachtel (Institutsleiter Lagos) sowie Bettina Senff (Institutsleiterin Wellington).

Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert. Zusätzlich erwirbt das Goethe-Institut die internationale Lizenz für den Film, finanziert die Untertitelung in zehn Sprachen und zeigt den Film innerhalb seines weltweiten Netzwerks aus 158 Auslandsinstituten und Partnerinstitutionen in mehr als 90 Ländern.

Das Goethe-Institut kooperiert mit zahlreichen internationalen Filmfestivals, besitzt 40 eigene Filmarchive und führt jährlich ca. 25.000 Filmveranstaltungen mit mehr als zwei Millionen Zuschauern durch. Mehr als die Hälfte aller Filme der Filme, die das Goethe-Institut unter Lizenz hat, sind derzeit dokumentarisch.

Bisherige Preisträger:

2012: "Vergiss mein Nicht" (David Sieveking)

2011: "Peak" (Hannes Lang)

2010: "How To Make A Book With Steidl" (Gereon Wetze und Jörg Adolph)

2009: "Shanghai Fiction" (Julia Albrecht und Busso von Müller)

2008: "Zuletzt befreit mich doch der Tod" (Beate Middeke)

2007: "The Halfmoon Files" (Philip Scheffner)

2006: "Die Unzerbrechlichen" (Dominik Wessely)

2005: "Mein Bruder - We'll Meet Again" (Thomas Heise)

2004: "Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen?" (Gerhard Friedl)

2003: "Für den Schwung sind Sie zuständig" (Margarete Fuchs)
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