Montag, 18. Dezember 2017


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Rotavirus-Infektionen: Viele Kinder müssen ins Krankenhaus

Aktuelle Umfrage unter Ärzten in Deutschland zeigt: Die meisten Babys mit Brechdurchfall müssen bis zu fünf Tage stationär ins Krankenhaus / Rotaviren werden von Eltern oft unterschätzt

München, (lifePR) - Die Gefahr von Rotaviren, die bei einer Infektion vor allem bei Babys und Kleinkindern schwere Brechdurchfallerkrankungen verursachen können, wird weitgehend unterschätzt. In Europa sind Rotaviren jedes Jahr für etwa 87.000 Krankenhauseinweisungen, 700.000 Arztbesuche und 231 Todesfälle bei Babys verantwortlich. In Deutschland ist die Situation ähnlich: Etwa 20.000 Kinder müssen wegen einer Rotavirus-Infektion jährlich ins Krankenhaus - das ist nach einer Erhebung aus dem Jahr 2011 mehr als jedes zweite betroffene Kind.2 Rund 76% der infizierten Kinder müssen bis zu fünf Tage in Behandlung oder zur Beobachtung im Krankenhaus verbringen.1 Die Kleinen leiden unter der Infektion - und die Behandlung ist aufwändig In einer aktuellen Umfrage unter Not- und Kinderärzten in Deutschland zeigte sich, dass die Mediziner fast ein Viertel ihrer Zeit (24%) für die Notfallbehandlung von Babys mit schwerem Brechdurchfall aufwenden. Die befragten Ärzte sagen, dass Babys mit schwerem Brechdurchfall aufwändiger zu versorgen sind, als zum Beispiel Babys, die mit Fieber, schwerem Husten oder Haut-Ausschlägen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Kinder sind durch den starken Flüssigkeitsverlust sehr geschwächt. Von den erkrankten Kindern wurden die meisten (76%) mit Infusionen oder Magensonde behandelt, um den durch Brechdurchfall herbeigeführten hohen Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen. Nicht nur die Kinder leiden unter der Krankheit: Auch für die Eltern, die mit ansehen müssen, wie ihr Baby im Krankenhaus mit einer Infusion versorgt wird, ist es nach Meinung der Ärzte eine sehr traumatische Erfahrung. (1)

Mediziner beklagen das Fehlen von Massenimpfprogrammen

In der aktuellen Umfrage steht eine Aussage ganz klar im Fokus: Die Mehrzahl der befragten deutschen Ärzte (74%) war der Meinung, dass die Impfung der Kinder gegen Rotaviren die wirksamste Methode zur Vermeidung einer Infektion ist.1,5,6 Experten beklagen fast einhellig, dass es in Deutschland kein offizielles Massenimpfprogramm gegen Rotavirus-Infektionen gibt. Fast ein Fünftel (19 %) der befragten Kinderärzte und Notfallmediziner glaubt sogar, dass genau wegen einer fehlenden offiziellen Empfehlung der Impfkommission viele Eltern ihr Baby nicht gegen Rotaviren impfen lassen.1* Sie sind unsicher oder halten eine Rotavirus-Impfung fälschlicherweise für nicht notwendig. Ein Trugschluss, denn schließlich sind Rotaviren die häufigste Ursache von Brechdurchfall bei Babys und Kleinkindern, der oft im Krankenhaus behandelt werden muss. 2,3 Die Impfung ist als Schluckimpfung mit zweimaliger oder dreimaliger Gabe (je nach verwendetem Impfstoff) möglich.

Zur Umfrage (1)

In einer umfassenden IPSOS Studie, die GlaxoSmithKline in zwölf Ländern weltweit unterstützt, wurden über 1.000 Notärzte und Kinderärzte befragt, die Erfahrung mit der Behandlung von Babys mit schwerem akutem Brechdurchfall haben. Die Studie fand unter anderem in Frankreich, Deutschland, Türkei und Polen statt. Ziel war es, die Auswirkungen von schwerem Brechdurchfall auf Babys, deren Eltern und auf die Ärzte bzw. Krankenhäuser zu untersuchen.

Zum Rotavirus

Rotaviren sind die häufigste Ursache von akuter Gastroenteritis (Brechdurchfall), die zur Hospitalisierung von Babys und Kleinkindern führt. (2,3) Praktisch jedes Kind erkrankt mindestens einmal innerhalb der ersten fünf Lebensjahre an dem hochansteckenden Virus. (7, 5, 8) Dabei ist der typische Weg der Ansteckung die Schmierinfektion zum Beispiel beim Spielzeug-Tausch, Babyschwimmen oder Spielen in der Gruppe. Eine Rotavirus- Gastroenteritis führt mit bis zu dreimal höherer Wahrscheinlichkeit zu einer Krankenhauseinweisung als andere virale Magen-Darm-Infektionen. (4) Es wird angenommen, dass weltweit jedes Jahr sogar mehr als 500.000 Kinder unter fünf Jahren an einer durch Rotaviren ausgelösten Gastroenteritis sterben. (9) Eine Impfung gegen Rotaviren ist möglich und bietet für die Kinder den effektivsten Schutz. (4)

Literatur

1. IPSOS Research 2011. Revealing the Reality of Rotavirus. Survey.
November 2010 – January 2011. GSK Biologicals
2. Forster J, Guarino A et al. Hospital-based surveillance to estimate the burden of rotavirus gastroenteritis
among European children aged <5 years. ESPID.
Porto, Portugal, 2007
3. Glass RI, Breese JS et al. Rotavirus vaccines: targeting the developing world.
The Journal of Infectious Diseases. 2005;192 (Suppl 1): S160-6
4. Soriano-Gabarro M, Mrukowicz J et al. Burden of rotavirus disease in European Union countries. The
Pediatric Infectious Disease Journal. 2006;25(1): S7-S11
5. Parashar UD, Hummelman EG et al. Global illness and deaths caused by rotavirus disease in children.
Emerging Infectious Diseases. 2003;9(5):565-72
6. Dennehy PH. Transmission of rotavirus and other enteric pathogens in the home.
The Pediatric Infectious Disease Journal. 2000;19:S103-S105
7. Parashar UD, Breese JS et al. Rotavirus. Emerging Infectious Diseases.
1998 Oct-Dec;4(4):561-70
8. Glass RI, Parashar UD et al. Rotavirus vaccines: current prospects and future challenges. Lancet.
2006;368(9532):323-32
9. Parashar UD, Gibson CJ et al. Rotavirus and severe childhood

GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG

GlaxoSmithKline - eines der weltweit führenden forschenden Arzneimittel- und Healthcare- Unternehmen - engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität, um Menschen ein aktiveres, längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen. Das Unternehmen ist aktiv in der Erforschung, Entwicklung und Produktion von Impfstoffen. Es vertreibt derzeit mehr als 30 zugelassene Impfstoffe, 20 weitere befinden sich in der Entwicklung - sowohl zur Prophylaxe als auch für die Therapie. Weitere Informationen finden Sie auf www.glaxosmithkline.de.

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