EURHONET-Fachtag in Bremen

Europäische Vertreter der Wohnungswirtschaft diskutieren bei der GEWOBA über energieeffizientes Bauen, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit

(lifePR) ( Bremen, )
Wie kann der zukünftige Wohnungsbau an nachhaltigen Prinzipien optimiert werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Fachtags zum Thema „Nachhaltigkeit in der Wohnungswirtschaft“ vom 16.-17. Februar, die im Rahmen des European Housing Network (EURHONET) in Bremen stattfand. Als Mitglied des Netzwerkes lud die GEWOBA 27 Vertreter verschiedener europäischer Unternehmen der Wohnungswirtschaft ein sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

In Vorträgen, Workshops und Praxisbeispielen erörtern die Teilnehmer aus Frankreich, Schweden, Italien, Niederlande und England Aspekte rund um energieeffizientes Bauen, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit. Neben dem Austausch von Erfahrungen auf europäischer Ebene wurden Fragen diskutiert, wie zukünftig mithilfe von neuen Technologien nachhaltig und kostengünstig gebaut werden kann. „Die Wohnungswirtschaft trägt eine große Verantwortung zur Erreichung der Klimaschutzziele. Laut einer EU-Gebäuderichtlinie müssen alle Neubauten ab dem Jahr 2020 dem Niedrigstenergiestandard entsprechen. Wie dieses Ziel erreicht werden kann und welche Strategien es gibt, sind Diskussionspunkte des Fachtags gewesen“, berichtet der GEWOBA-Architekt, Johann Christian Plagemann, der den Fachtag organisiert und geplant hat.

Die praktische Umsetzung des nachhaltigen und energieeffizienten Bauens wurde am Beispiel eines aktuellen Neubauprojekts der GEWOBA diskutiert: Das Passivhaus in Findorff. Der Neubau an der Kissinger Straße ist ein Bauvorhaben zum europäischen Forschungsprojekt „BuildTog“ (Building Together) des europäischen Netzwerks der Wohnungswirtschaft EURHONET. Vor Ort konnten sich die Teilnehmer selbst ein Bild von dem Gebäude machen und sehen, wie es gelungen ist, höchste Energieeffizienz mit wirtschaftlicher Bauausführung und hoher Architekturqualität in einem Mehrfamilienhaus zu vereinigen. „Insgesamt haben 28 Wohnungsbaugesellschaften aus fünf europäischen Ländern gemeinsam einen Mehrfamilienhaus-Typus im Passivhausstandard entwickelt, der länderspezifisch und standortabhängig gebaut wird“, erklärt Plagemann. Ein weiteres Beispiel eines nachhaltig gebauten Gebäudes stellt die Greenpeace Zentrale in der neu gestalteten Hafencity in Hamburg dar, deren Besichtigung ebenfalls auf dem Programm des Fachtages stand.

Hintergrund: BuildTog - Building Together

Um sich frühzeitig auf die verschärften Vorschriften vorzubereiten, beteiligt sich die GEWOBA als Mitglied im European Housing Network (EURHONET) im europäischen Projekt „Building Together“ (BuildTog). Beteiligt sind Wohnungsbauunternehmen aus Schweden, Italien, Niederlande, Frankreich, England und Deutschland sowie ein renommiertes französisches Architekturbüro, eine auf Passivhäuser spezialisierte Beratungsgesellschaft.

Die EURHONET-Forschungsgruppe hat einen Mehrfamilien-Passivhaus-Typus entwickelt, der von den europäischen Wohnungsunternehmen umgesetzt und an die unterschiedlichen, nationalen Standortanforderungen angepasst wird. Zu beachten sind dabei sowohl landesspezifische, klimatische und rechtliche Besonderheiten als auch Nutzergewohnheiten und die regionale Bautradition. Über die Erfahrungen und technische Fragen tauschen sich die Projektbeteiligten in drei jährlichen Arbeitstreffen aus. Das Knowhow zum nachhaltigen Bauen wird öffentlich gemacht und weitergegeben.
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