Freitag, 22. September 2017


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DB Schenker Rail : "Schließen, Streichen, Schluss"

4.000 Arbeitsplätze werden abgebaut

Berlin, (lifePR) - TRANSNET hat scharfe Kritik an Kahlschlagplänen bei DB Schenker Rail geübt. Die Güterverkehrstochter der DB plant u. a. den Abbau von bundesweit 4.000 Arbeitsplätzen. Zugleich sollen 72 Güterverkehrsstellen geschlossen werden. Die Gewerkschaft wertet dies als Armutszeugnis für das Management. Nötig sei vielmehr ein Offensivkonzept, um Wachstumsmöglichkeiten zu erhalten. TRANSNET fordert aber auch von der Politik eine stärkere Förderung der Schiene.

TRANSNET hat scharfe Kritik an den geplanten Kürzungsplänen der DB Schenker Rail geübt. Die Schienen-Güterverkehrstochter der Deutschen Bahn will bis 2011 bundesweit rund 4.000 Arbeitsplätze streichen. Zugleich sollen 72 Güterverkehrsstellen in der Fläche geschlossen werden. "Das ist ein Armutszeugnis für das Management", erklärte der stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Zell. Die gegenwärtige Wirtschafts- und Finanzkrise werde "als Vorwand" benutzt, um das Unternehmen wieder "auf Rendite zu trimmen".

"Alle Experten gehen davon aus, dass es in den kommenden Jahren einen massiven Anstieg des Güterverkehrsaufkommens geben wird", so Zell weiter. "Anstatt aber eine Offensivstrategie zu entwickeln, fällt dem Management nichts ein, als Schließen, Streichen, Schluss", warnte der Gewerkschafter. Das Unternehmen bringe sich damit selbst um jede Wachstumsperspektive. Die Beschäftigten blieben auf der Strecke. Zell wies darauf hin, dass die Mitarbeiter seit Jahren zahlreiche Umstrukturierungen des Unternehmens mitgetragen hätten. "Zum Dank wird ihnen kurz vor Weihnachten erklärt, dass ihr Job wegfällt. Sieht so die neue Unternehmenskultur im Bahnkonzern aus?"

Der TRANSNET-Vize sieht aber auch die Politik in der Verantwortung: "In Kopenhagen wird über die Reduzierung der CO2-Emissionen diskutiert - und gleichzeitig verbaut man sich in Deutschland die Chancen auf eine klimapolitisch sinnvolle Lenkung des Güterverkehrs." Die Förderung der Schiene und die Verlagerung von Güterverkehrsströmen auf die Schiene gehöre "ganz nach oben in den verkehrspolitischen Aufgabenkatalog der Bundesregierung".

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