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Pressemitteilung BoxID: 160986 (Gewerkschaft TRANSNET)
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Branchentarifvertrag Schiene: Kirchner droht mit Arbeitskampf, wenn Arbeitgeber sich nicht bewegen

(lifePR) (Berlin, ) Der TRANSNET-Vorsitzende Alexander Kirchner hat noch einmal die Bedeutung eines Branchentarifvertrages für die Schiene unterstrichen. Auf der Mai-Kundgebung des DGB in Stuttgart warnte er die Arbeitgeber, das Vorhaben weiter zu verzögern. Gebe es bis Ende Juli diesen Tarifvertrag nicht, werde es zu Arbeitskampfmaßnahmen kommen.

Der TRANSNET-Vorsitzende Alexander Kirchner hat noch einmal die Bedeutung eines Branchentarifvertrages für die Schiene unterstrichen. "Es geht, wie in vielen anderen Bereichen auch, darum, Lohn- und Sozialdumping zu verhindern. Es geht darum, zu verhindern, dass Wettbewerb auf dem Rücken abhängig Beschäftigter ausgetragen wird", erklärte er auf der Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Stuttgart. Der Wettbewerb auf der Schiene, insbesondere im Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV), habe nämlich "rasant an Fahrt aufgenommen." Die politisch Verantwortlichen könnten zwar Vorgaben für fairen Wettbewerb machen, doch sie "waschen ihre Hände mit Verweis auf europarechtliche Vorhaben in Unschuld". Das sei jedoch "nichts als Heuchelei". Gerade im SPNV schaffe das Europarecht genügend Spielräume, Lohn- und Sozialdumping zu verhindern. Um die Arbeitnehmer abzusichern, würden TRANSNET und GDBA nun ihre Aktionen zur Schaffung eines Branchentarifvertrages intensivieren. "Ich glaube, dass niemand einen Wettbewerb, egal wo, möchte, der auf dem Knochen anderer ausgetragen wird", machte Kirchner deutlich. Der TRANSNET-Vorsitzende erklärte, "heute ist der vorletzte Bundesliga-Spieltag. Wenn wir das mal so sehen, hatten die Arbeitgeber die ganze Saison über Zeit, einen solchen Tarifvertrag mit uns zu vereinbaren. Und wir räumen ihnen jetzt sogar noch einmal eine Verlängerung ein, um auf die berechtigten Forderungen unserer Gewerkschaften einzugehen." Kirchner kündigte an: Sollte der Tarifvertrag nicht bis Ende Juli stehen, "wird es Arbeitskampfmaßnahmen im gesamten Schienenverkehr in Deutschland geben". Das sei nicht das Ziel von TRANSNET und GDBA, es gebe aber dann kein anderes Mittel mehr.