Dienstag, 26. September 2017


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GEW: "Lösungen gesucht!"

Bildungsgewerkschaft zur Bildungsreise von Kanzlerin Merkel: Bundesrepublik braucht "nationale Bildungsstrategie"

Frankfurt am Main, (lifePR) - "Gesucht sind Lösungen für die Herausforderungen, vor denen das deutsche Bildungswesen steht", sagte Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit Blick auf die heute beginnende Bildungsreise von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass die Kanzlerin vor Ort viele wichtige Erfahrungen sammle, die sich "in einer Handlungsstrategie zur Rettung und Verbesserung des Bildungssystems niederschlagen. Für eine PR-Veranstaltung zur Vorbereitung des 'Bildungsgipfels' im Oktober ist die Lage zu ernst".

"Die Bundesrepublik braucht eine 'nationale Bildungsstrategie' mit klar definierten Entwicklungszielen, bei der Bund, Länder und Kommunen an einem Strang ziehen", unterstrich Thöne. Er machte noch einmal deutlich, dass Deutschland auf einen Pädagogenmangel zusteuere. "Die Länder müssen jetzt investieren und deutlich mehr Lehrkräfte und Erzieherinnen ausbilden, sonst werden uns in kurzer Zeit zehntausende Fachkräfte fehlen. Und die können dann nicht von heute auf morgen ausgebildet werden", mahnte der GEW-Vorsitzende. Wer motivierte junge Menschen für den schönen Pädagogenberuf gewinnen wolle, müsse für gute Arbeitsbedingungen sorgen. Die Länder hätten sich in den vergangenen Jahren jedoch für einen anderen Weg entschieden: Absenkung der (Einstiegs)Gehälter, Fristverträge und Teilzeitarbeitsplätze. "So schreckt man junge Menschen ab", sagte Thöne.

"Der Weg in eine 'Bildungsrepublik Deutschland' erfordert einen Kraftakt, nicht zuletzt in finanzieller Hinsicht. Die Bundesrepublik muss künftig sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus öffentlichen Mittel in das Bildungswesen stecken, damit wir wieder Anschluss an das europäische Spitzenniveau finden. Die 4,4 Prozent BIP, die derzeit ausgegeben werden, liegen weit unter OECD-Schnitt. Wir verlangen eine qualitativen Weiterentwicklung des Bildungssystems, die materiell abgesichert ist und Pädagogen als Motoren dieses Prozesses wertschätzt", betonte der GEW-Vorsitzende.

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